Donnerstag, 7. Februar 2008

Eigentum

Was ist eigentlich Eigentum? Schon als Kind habe ich gehört, dass Eigentum etwas ist, das einem selbst gehört. Aber ich frage mich, was soll einem denn selbst gehören, wenn man es sieht, aber einem nicht gehört? Und wie kommt es dann, wenn es einem plötzlich gehört, und man zeigt es anderen und sagt, dass dieser Gegenstand einem gehöre.

Es wird dann die Frage kommen, wie man es dann erworben habe? Und man selbst beantwortet es damit, man habe es gekauft.

Jetzt hellt es sich auf:

Wie man zu Eigentum kommen kann, durch Diebstahl, man nimmt es dem rechtmäs­sigen Besitzer weg und deklariert es als sein persönliches Eigentum.

Man kauft den entsprechenden Gegenstand, den man gerne besitzen möchte, von dem Eigentümer, und so geht der Gegenstand in den Besitz des Käufers über und wird da­durch zu seinem Eigentum.

Oder man erbt den Gegenstand von seinen Vorfahren, und dadurch zum rechtmässi­gen Besitzer und Eigentümer geworden, weil der Gegenstand durch Erbschaft in den Besitz des Erben übergegangen ist.

Aber was bedeutet Eigentum wirklich? Es bedeutet, wenn ich einen Gegenstand habe, der von keinem anderen Menschen als sein Eigentum deklariert und nachge­wiesen wird, dann ist dieser Gegenstand mein Eigentum.

Ich habe über das Eigentum gesprochen, das nur von einem Individuum so gesehen wird, aber wenn wir in den Bereich von Landbesitz, Fürstenreiche und riesigen Gü­tern hineinsehen, dann sind die Eigentumsverhältnisse wohl auch klar, in dem Mo­ment, wo sie es dem Eigentumer gehören, aber wie kommt man zu solchen Reichtum und Eigentum?

Die Grundlage zur Anhäufung von Reichtum und Eigentum ist der Raub, egal in wel­cher Form auch. In den frühen Jahrtausenden haben Völker Land geobert, um auf diesem Land leben zu können. Es kam zu friedlichen Eroberungen, aber auch zu ge­waltsamen. Die Fürsten dieser Völker teilten sich die Länder und damit den Reich­tum auf und wenn es ging, dann vergrößerten sie ihr Eigentum durch Intrigen. Der Hang, mehr zu besitzen als andere Menschen, ist dem Menschen, oder sagen wir ein­mal, den meisten Menschen gegeben.

Auch bei den einzelnen Menschen in den frühen Jahren der Menschheit gab es einen grossen Drang, Eigentum zu besitzen. Die Folge, um zu Eigentum zu kommen, war die Gewalt gegen andere Menschen, diese von ihrem Eigentum zu vertreiben.

Auch heute noch, gilt die Maxime, Reichtum und Eigentum anzuhäufen, um auch Macht zu bekommen. An der Börse wird mit Milliarden jongliert, es werden Milliar­den verloren, und es werden viele Menschen, die ihr Geld angelegt haben, betrogen. Die Gelder, meist Eigentum von Bürgern, die der Bank vertraut haben, verschwinden in die Tasche anderer Menschen, die dann mit ihrem Eigentum prallen und davon sprechen, wie sie zu dem Eigentum gekommen sind, angeblich durch harte Arbeit, wenn Spekulation harte Arbeit ist.

Aus dem, was ich in meinen Gedanken dargelegt habe, ist Eigentum nur das Ergeb­nis von einem besitzergreifenden Verhalten eines Menschen. Der Mensch beschafft sich den Gegenstand als sein Eigentum, und dann verteidigt er diesen Besitz. Wir zu diesem Eigentum gekommen ist, das ist für ihn unwichtig, denn für ihn ist nur der Besitz wichtig, und daran hält er sich.

Um den Besitz als sein Eigentum zu untermauern, baut er um diesen Besitz eine Le­gende auf, so dass er selbst daran glaubt, dass dieser Besitz schon zu Urzeiten sein Eigentum war.

Wenn man Eigentum hat, dann will man es behalten und man hält auch daran fest, doch mit dem Tod muss man das irdische Eigentum loslassen, was vielen Menschen schwerfällt.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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