Montag, 11. Februar 2008

Das Paradies Eden

Viele Christen und auch ich kennen das Paradiese, aus der Bibel, dem Buch der Bü­cher. Dort wird ausgiebig geschildert, wie die Menschen dort lebten, aber dann tauchten plötzlich nur noch Adam und Eva auf, so frage ich mich, wo sind eigentlich die anderen Menschen geblieben, die mit Adam und Eva zusammenlebten? Ich weiss es nicht, und ich kann auch nichts dazu sagen.

Dieses Paradies war ein Phantasiegebilde von Wüstenbewohner, die sich Nachts, wenn sie unter dem klaren sternenbedeckten Himmel sassen, und einen kleinen Plausch hielten, ausgestalteten, wie eigentlich das Paradies aussehen könnte.

Dort würde ein Leben im Überfluss stattfinden. Ein mächtiger Fluss, viel Wasser mit­sichführend, wichtig für die Wüstenbewohner, würde durch das Paradies fliessen, überall würde alles Wachsen, an köstlichen Früchte, und Mensch und Tier würde in Eintracht leben.

Man nannte das Paradies Eden, der Garten Gottes. Natürlich hat sich dieses Phanta­siegebilde nicht erfüllt, obwohl heute noch sehr gläubige Christen auf aller Welt mei­nen, das Paradiese der Garten Eden, sei am Euphrat gewesen. Vielleicht gab es da einen Landstrich, der fruchtbar war, auf dem man alles anpflanzen konnte. Aber man sucht noch immer nach dem Garten Eden.

Die christlichen Kirchen aber auch der Islam gehen davon aus, dass man erst nach dem Tode in das Paradies kommt. Es ist eine jenseitige Orientierung der Gläubigen. Nun kommt aber ein wesentlicher Bestand im Glauben auf das Paradies, dass nicht alle in das Paradies kommen, sondern es kommen auch viele in die Hölle. Je grösser das Sünderregister des Toten ist, umso länger kann er im Fegefeuer braten. Ich weiss niht wieviele Priester, Bischöfe, Kardinäle und Päpste in Hölle gelandet sind.

Gut, ich lasse jetzt diese Überlegungen weg und widme mich wieder dem Garten Eden. Es ist schon eigenartig, wenn es einem in Diesseits nicht gut geht, dann schafft man sich ein Paradies, in das man geht, wenndie Zeit gekommen ist.

Aber warum konnten wir nicht im Paradies bleiben. Nun ja, irgendetwas musste als Grund wieder einmal herhalten. So kam die Geschichte von Adam und Eva auf. Bei­de lebten sehr glücklich im Paradies. Sie hegten keine schmutzigen Gedanken, denn es war keiner da, der ihnen den Sex beibringen konnte, können schon, aber Gott wollte es nicht. Warum er es nicht wollte, möglicherweise wollte er den zukünfigen katholischen Priester dokumentieren, dass man als Mann auch im Zölibat leben kann, oder hatte das einen tieferen Sinn.

Jetzt kommt nicht Frau Holle oder das tapfere Schneiderlein, sondern die intelligente und clevere Schlange, das Luder hatte doch wieder einmal etwas vor.

Sie traf Eva am Baum des Erkenntnis und sah diese hübsche Braut an. „Hey Eva, du unbescholtene Jungfrau, warum stehst du hier vor dem Baum“, sagte die Schlange mit süsser Stimme, so richtig verführerisch. Ein Mann wäre schon auf diese Stimme hereingefallen. „Ich schaue mir die Früchte des Baumes an, die sind wirklich schön“, sagte Eva und seufzte. Die Schlange merkte gleich, die Schlampe will an die Äpfel, aber ich lasse sie noch zappeln. „Meine liebe Schlange, sind diese Früchte Mandarinen?“ fragte Eva. Die Schlange bekam einen starren Blick und dachte, ist die doopf. „Na ja“, antwortete die Schlange, „du bist schon in die richtige Richtung, aber damit es etwas schneller geht, sage ich dir, welche Früchte es sind. Es sind Äp­fel, schöne süsse Äpfel. Pflücke dir einige vom Baum und spurte zum Adam, und gibt auch ihm einen.“ Eva folgte dem rat der Schlange. Sie nahm nicht nur einen, sondern zehn davon, aber sie konnte nur zwei tragen. Sie liess die anderen acht auf dem Bo­den und ging dann hüpfend, lachend und ein Liedchen vor sich her summend zu Adam. Adam stand am Fluss und spielte mit sich selbst, er hatte niemanden, mit dem er spielen konnte. Die Schlange war der Eva hinterher gekrochen und bleib einige Schritte von den beiden Menschen im Gras liegen. „Hier Adam, hast du einen Apfel“, sagte Eva und reichte Adam einen. Der griff natürlich gleich zu, grunzte vor sich und biss in den Apfel. Eva tat das gleiche und plötzlich verspürte sie, dass es et­was gab, was man später Sex nennen würde. Adam stand nur das, er sah Eva an, aber er kannte nichts. Aber Eva er kannte, das Adam und sie zwei verschiedene Men­schen sind, und sie begann Adam zu verführen. Die Schlange selbst fand alles lustig, aber meinte dann: „Hier verschwinde ich lieber, bevor man mich der Spannerei be­schuldigt.“ Und sie verschwand. Gott hatte immer einen leichten Mittagsschlaf. Er wachte auf, lauschte und dachte, was ist das für ein gestöhne. Er stand auf und eilte, wenn auch nicht so schnell als in seinen jungen Jahren, zu dem Fluss, aus dessen Richtung das Gestöhne kam und dann sah es die Beiden, wie sie es miteinandertrie­ben. Er schaute ein Weile zu, und fand es ganz nett, aber um die Etikette musste er etwas unternehmen. „Steht beide auf. Schämt ihr euch gar nicht. Das ist eine Schwei­nerei. Verlasst diesen Garten“, rief er wütend und wies beide aus dem Paradies hin­aus.

De Schlange hatte das Paradies schon verlassen, weil sie wusste, dass Gott sie auch hinausschmeisen würde. Ich suche nicht den Garten Eden, da wäre es mit der Zeit langweilig.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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