Mittwoch, 6. Februar 2008

Bürger und Staat

Es ist schon etwas eigenartig, wenn ich gedanklich die beiden Begriffe analysiere und feststelle, dass es keinen Unterschied zwischen Bürger und Staat gibt oder doch? Nun gut, ich versuche einmal meinen Gedankenweg fortzusetzen, um vielleicht zu er­fahren, gibt es einen Unterschied oder gibt es keinen.

Gehen wir einmal in die Geschichte der Menscheit zurück. Der Mensch zuerst Grup­pen, die Wissenschaft Horden nannte. Daraus wurden Stämme und dann Völker. In den Horden und Stämmen hatte alle eine Stimme und Versammlungen wurden ge­meinsam veranstaltet, so zum Beispiel, wenn es um Streitigkeiten ging. Anschliess­send wurde abgestimmt.

Es gab noch keine Staaten, die wurden erst in der Antike errichtet, im alten Grie­chenland, wo es zuerst die Stadtstaaten gab. Aber in diesen Staaten gab es schon die ersten Unterschiede bei der Wahl, denn wer konnte gewählt werden oder wer durfte wählen?

Nur der sogenannte Adel wurde in die Regierung gewählt, andere hatten keinen Zu­gang. Die Bürger oder die Menschen, die in dieser Stadt lebten, hatte nicht alle den Zugang zur Wahl, es hing von verschiedenen Kriterien ab, Vermögen, sozialer Stand und soziale Herkunft. Diese Unterscheidung in wahlberichtige oder nichtwahlbe­rechtigte Bürger gab es noch bis in 19.Jahrhundert, vielleicht auch heute noch.

Aber jetzt zurück zu dem Thema „Bürger und Staat“. Eigentlich sind beide Begriffe abstrakt, aber sie werden mit Leben gefüllt, weil der Mensch als Bürger bezeichnet wird, und die Gemeinsamkeit von Bürgern oder der Zusammenschluss von diesen als Staat. Also wird auch der abstrakte Begriff „Staat“ mit Leben erfüllt, in dem die Bür­ger ihren verschiedenen Tätigkeiten nachkommen, immer neue Gesetze entwickeln und alte Gesetze dafür wieder streichen.

Der Bürger wählt die Abgeordneten und damit auch die Regierung, besonders dann, wenn der Staat an Bevölkerungsmasse zu gross ist, um an einem Abend gemeinsam über das Regierungsprogramm abzustimmen. Das übernehmen die Abgeordneten in Vertretung der übrigen Bürger, die die Abgeordneten gewählt aus diesem Grunde gewählt haben.

Jetzt haben die Bürger nur noch einen indirekten Einfluss auf die Regierung, weil die gewählten Abgeordneten in der Wahl vom Bürger beauftragt worden sind, die Regie­rung zu kontrollieren. Aber was bedeutet dann der Begriff „Staat“?

Staat ist ein Gebilde, das aus Menschen und deren Eigentum also Land besteht. Men­schen haben sich zusammen gefunden, um Schutz und Sicherheit zu bekommen. Also ist der Staat eine Schutz- und Sicherheitsgemeinschaft von vielen Bürgern. Alle Bür­ger, die in einem solchen Staat leben wären der Staat selbst, was bedeuten würde, das alle Bürger das Recht haben zu entscheiden. Die heutigen Staatsformen haben gewählte Vertreter des Volkes an der Spitze, die über den Bürger entscheiden, das würde heißen, es gäbe ein Staat im Staate, Bürger und gewählte Bürger (Abgeordne­te und Regierung).

Eigentlich sollte der Bürger das Gebilde Staat darstellen, aber das Gebilde Staat ist ein Gebilde von einem Staat im Staate. Der Bürger selbst hat besonders in der Bun­desrepublik Deutschland keinen Einfluss auf die Regierung, obwohl diese nach de­mokratischen Normen gewählt wurde.

Es stimmt, es gibt die Begriffe „Bürger und Staat“, aber sie lassen sich nicht ändern. Die einen wählen und die anderen regieren. Der Missbrauch von Regierungsgewalt ist sehr gross und wird täglich dokumentiert, besonders dann, wenn es um Verord­nungen geht, die zu 90 % Unsinn sind, aber dem Bürger deutlich machen sollen, dass sie nichts zu sagen haben.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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