Dienstag, 19. Februar 2008

Autobombe

Vor einigen Tagen kam die Meldung, dass ein Anführer der Hisbollah durch eine Au­tobombe getötet wurde. Nicht im Libanon oder Israel, sondern in Syrien, der Schutz­macht der Hisbollah. Nur gab es eine Schwachstelle, denn der Georg W.Bush hatte eine hohe Kopfprämie auf diesen Anführer ausgesetzt. Warum sollte es nicht der syri­sche Geheimdienst oder ein Hisbollah-Kämpfer gewesen sein, der den Mann zu Allah ins Paradies geschickt haben.

Eigentlich sind für den Tod des Anführer von keiner Seite Vorwürfe gekommen, viel­leicht wollte man ihn abservieren, wie eine Halbe im Asterix.

Ein Christ würde sagen. „wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkom­men“.

Das hat eigentlich nichts mit einem frommen Spruch zu tun, weil die Mitglieder der Hisbollah gefährlich leben. Sie kämpfen in erster Linie gegen Israel, und sie wissen genau, dass diese Kämpfe auch Attentate anziehen, besonders dann, wenn der Anfüh­rer nicht das birngt, was man von ihm erwartet, aber andererseits stand die hohe Kopfprämie gegen den Anführer in den Hinterköpfen so manchen Hisbollah-Kämp­fers, aber insbesondere der syrischen Geheimdienstes. Auch Anführer sind ersetzbar.

Wer die Autobombe angefertigt und später gezündet hat, das weiss nur Allah. Ob auch die Israelis den Auftrag gegeben haben, das wird erst in einigen Jahrzehnten herauskommen.

Dieser ganze Terror ist ein grosser Mist, denn bei diesen Aktionen werden nicht nur die Terroristen selbst betroffen, sondern viele Unschuldige. Diese Lebensmüden, die meinen, sie kommen nach dem Terrorakt als Märtyrer in das Paradies, und können es dort dann mit jungen Frauen treiben, weil sie es verdient hätten, das ist wohl eine Illusion, die Hintermänner sind diejenigen, die junge Menschen dazu treiben.

Mir ist es unverständlich, warum man nicht geheime Operationen gegen diese Hin­termänner startet, die USA soll doch über entsprechende Einheiten verfügen, oder will Bush diesen Terror haben, um sagen zu können, wir müssen weiterhin Kriege ge­gen den Terror führen.

Autobomben sind feige Waffen, wenn ich hier einmal von Waffen spreche, denn sie sind hinterhältig und zerstören alles, auch das, was nicht zerstört werden sollte, nämlich das Leben von Kindern.

Ich will nur sagen, dass die Autobombe, die den Anführer der Hisbollah getötet hat, eine hinterhältige Aktion war. Wenn man ihn töten wollte, hätte man ihn aufspüren sollen und gefangennehmen, wenn er bei diesem Unternehmen getötet worden wäre, dann hätte er wenigstens die Chance gehabt, aus dieser Situation lebend wieder her­auszukommen.

Man sollte seinem Gegener immer eine Chance bieten, denn jedes Duell bietet den Duellierenden, die Chance zu überleben.

Ich kann den Menschen nicht verändern, auch nicht nach meinem Bilde gestalten, was ich auch nicht wollte. Jeder Mensch kann sich selbst verändern, oder auch so ändern, dass jeder merkt, er hat sich doch verändert.

So werde ich auch nicht den Terrorismus verändern können, weil andere Kräfte in diesem Bereich aktiv sind, die grösser sind als mein Wunsch, dass der Terrorismus sich selbst Einhalt gebietet. Denn an diesem Terrorwerk sind nicht nur einzelne, Gruppen, sondern auch Staaten beteiligt.

Diese Autobombe ist das Symbol des Terrors, das sich nicht nur gegen die richtet, die den Terror in ihrem Programm aufgenommen haben, sondern gegen die gesamte Menschheit. Wenn es so will, sind wir alle Terroristen. Es lebe die Freiheit und das Leben.

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