Samstag, 23. Februar 2008

Abgeordnete wünscht sich Stasi

Eine DKP-Abgeordnete aus dem Landtag Niedersachen machte vor Tagen Schlagzei­len. Sie war über die Liste der Linken Partei in den Landtag gekommen, jetzt war die Linke sehr betroffen, besonders nach dem Interwien das die Abgeordnete machte: „man solle wieder die Stasi einsetzen“.

Ich weiss jetzt nicht, hat die liebe Frau die letzten Jahre überhaupt gelebt oder ist bei ihr eine Sicherung rausgesprungen. Sie musste doch wissen, dass die Staatssicherheit der früheren DDR ein übler Haufens war, der das ganze Volk bespitzelte, und viele damalige DDR-Bürger in die Gefängnisse brachte, besonders die Politischen.

Ich wollte die Stasi sowie die Gestapo nicht mehr zurück haben, derartige Sicher­heitsdienste sind gegen jede Freiheit der Menschen. Mir langt es schon, das die Be­hörden in Deutschland Verordnungen an die Menschen bringen, die mit der Demo­kratie und unserer Verfassung nicht in Einklang stehen.

Aber zurück zur DKP-Abgeordneten. Warum hat sich diese so geäussert, dass sie die Stasi wieder als Sicherheitsbehörde aufnehmen möchte, man kan sich höchstens vor­stellen, dass sie der Meinung ist, dann wäre die Sicherheit in Deutschland garan­tiert. Die Ausländer würden dann besser kontrolliert werden, aber auch die eigenen Bürger.

Eigentlich bin ich wirklich sprachlos, über diese Äusserung, weil man doch genau weiss, dass ein derartiger Einwand doch nur auf harte Kritik stossen würde. Warum hat sich diese Frau das angetan?

Ich finde etwas Komisches daran, wenn es nicht ernst wäre, dass es noch immer Menschen gibt, die sich den Stasi-Terror herbeisehnen, weil sie sich in einer freien Gesellschaft unsicher füllen. Überall sehen sie feigen Kapitalisten, wie sie Menschen versklaven, und haben jetzt Angst selbst versklavt zu werden, obwohl wir mit unserer Geburt selbst Sklaven von Raum und zeit sind, dazu brauchen wir keine Staatssicher­heit. Aber vielleicht macht sich die Frau nur Gedanken, über die wirkliche Sicherheit im Lande, durch die ständige Streichung von Polizeistellen.

Ich kann mir schon denken, dass diese Frau irgendwie unsicher ist, wenn nicht alles genau reglementiert ist, so wie es in der früheren DDR war. Ich weiss, dass es viele Menschen gibt, die genaue Vorgaben für ihren Tagesablauf benötigen, um leben zu können. Dabei nehmen sie gerne Einschränkungen ihrer Freiheit in Kauf.

Schon hier sieht man die Unterschiedlichkeit von Menschen, die einen wollen mehr Freiheit, die anderen wollen die Bevormundung durch die Gesellschaft.

Ich sehe in der Aussage der Landtagsabgeordneten eine Art von Hilfeschrei, damit ihre Unsicherheit in eine Form von Sicherheit, das Herbeisehnen der Stasi, verändert werden soll.

Ich selbst stehe mehr auf meine persönliche Freiheit, und lehne jede Einschränkung ab, auch wenn ich um meine Sicherheit fürchten müsste, aber jede Sicherheit kann auch Unsicherheit bedeuten.

Aber jeder Mensch soll seine Meinung äussern, so auch eine Frau aus den Reihen der DKP. Ihre Aussage ist gedanklich zu überprüfen und dann kann jeder entschei­den, ob die Aussage für ihn selbst zutrifft.

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