Dienstag, 8. Januar 2008

Sozialisation von Menschen

Sozialisation heißt eigentlich nichts anderes, als den Menschen so zu erziehen, dass er in einer Ge­meinschaft von Menschen leben kann, ohne als Störenfried aufzufallen. Wenn er die Gesellschaft durch unangemessenes Verhalten auffällt, dann ist er unsozial also „asozial“.

Sozalisation bedeutet, dass ein heranwachsender Mensch so erzogen werden muß, dass er die Grundlagen gesellschaftlichen Zusammenlebens erlernt, um dieses Erlernte umzusetzen, aber später an die nachfolgenden Generationen weitergeben kann.

In jeder gesellschaft, wenn sie Bestand haben soll, müssen die Mitglieder ihr lebenlang erzogen werden, weil sich die menschliches Gesellschaft fortwährend verändert, sie entwickelt sich, und deshalb muß die Sozialisation der Mitglieder dieser Entwicklung angepasst werden.

In den letzten Wochen haben wir erfahren können, dass einige Jugendliche sich dem Sozialisations­prozess unseres Kulturbereichs nicht angepasst haben, obwohl sie schon Jahrzehnte bei uns leben, aber mit den Werten eines anderen Kulturkreises erzogen wurden. Sie trat oder tritt eine Spannung zwischen beiden Kulturkreisen auf und führt zu einer Entladung in aggressiver Form der Gewalt.

Die Grundwerte aller Kulturen zu Erziehung von jungen Menschen liegt darin, Achtung vor ande­ren Menschen zu haben, sie als seine Artgenossen zu respektieren. Wenn diese Sozialisation aus dem Ruder läuft, dann liegt es nicht nur an der Sozialisation der Heranwachsenden durch die Eltern, sondern allgemein durch die Sozialisation der Gesellschaft.

Unsere Gesellschaft, die eine demokratische also freiheitliche Gesellschaft ist, widerspricht sich zur Zeit darin, dass gewählten Volksvertreter, die Abgeordneten, wieder an einem Bewachungsstaat herumbasteln, siehe Oneline-Durchsuchungen. Sie tuen wenig für die Sozialisation der Bürger, das heißt, sie vernachlässigen die Bildungseinrichtungen, den Aufbau von Kindertagesstätten und die Integration von Menschen, die bei uns politisches Asyl beantragen oder bei uns einwandern wollen. Die Politiker betrachten unsere ausländischen Mitbürger als Menschen 2.Klasse und geben sie so­mit, als Freiwild für die Rechtsradikalen zur Jagd frei.

Wenn man die Bürger erziehen möchte, dann muss man auch Vorkehrungen treffen, dass es ent­sprechende Einrichtungen gibt, die alle Bürger einschliessen, egal welcher früheren Nationalität und Kulturkreises, egal welcher Hautfarbe und welchen Aussehens, wir sind alle Menschen.

Durch die Unvoreingenommenheit, jeden Menschen so zu akzeptieren wie er ist, kann eine Soziali­sation aller besser gelingen, wenn man nur einen Teil sozialisiert und den anderen Teil seinen Trie­ben überlässt.

Die Sozialisation von Menschen soll den Menschen von seiner Triebhaftigkeit entfernen,oder er soll lernen, seine Triebe unter Kontrolle zu bringen.

Sozialisation heißt also nichts anderes, allen Menschen ein geregeltes Zusammenleben zu ermögli­chen.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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