Donnerstag, 24. Januar 2008

Mord und Liebe

Diese beiden Begriffe sind sehr gegensätzlich, wenn man sie so auf den ersten Blick betrachtet, aber ist es wirklich so? Können beide Begriffe nicht eins sein, oder kann man sie nicht zu einem verbinden?

Mord ist ein Delikt im Strafrecht und wird entsprechend als Kapitalverbrechen mit einer hohen freiheitsstrafe geahndet. Liebe ist kein Verbrechen, ausser für einen ei­fersüchtigen Partner, der seinen Partner, der angeblich fremd geht, mit dem Tode bedroht, obwohl das Fremdgehen nie bewiesen wurde, aber nur allein das krankhafte Gefühl“der partner gehe fremd“, macht den Eifersüchtigen rasend und der auch im Moment der Phase seiner Eifersucht zum Töten bereit ist.

Der Mord selbst ist auf niedrige Beweggründe abgestimmt, wie man sich durch das Töten bereichert, indem man das ahnungslose Opfer überfällt.

Auch die Liebe, die im Banne der Eifersucht steht, überfällt das Opfer, die geliebte Partnerin, und tötet diese im Affekt.

Ich hatte mich schon einmal mit Liebe und Hass beschäftigt. So sind Liebe und Hass eins, denn wer liebt der hasst auch. Die Liebe kann in manchen Situationen in Hass umschlagen, die Folge kann dann ein Tötungsdelikt sein.

Also auch hier kann die Liebe in ihrem Verhalten einen Mord produzieren, weil der Täter in dem Moment nicht daran denkt, dass er eigentlich das Opfer liebt, ja er liebt es auch in der Phase des Tötens, das ist das Perfide am Aggressionstrieb, es ist die Zerstörung. Warum es so ist, das ist schwer verständlich, weil man den Täter nicht verstehen kann, denn um ihn zu verstehen, muss man selbst in der Situation des Tä­ters sein.

Es ist schön und gut, wenn ich so einiges hier niederschreibe, aber ich kann auch nur in etwa das sagen, was ich bei meinen Gesprächen mit Tätern erfahren habe, und das ist manchmal nicht viel, weil sie selbst ihre Tat verdrängen, es ist irgendwo im Unterbewusstsein, und kann nur schwer oder gar nicht erfasst werden.

Aber ich weiss nur eines, die Täter haben ihre weiblichen Opfer oder auch Kinder, die durch diesen Täter zum Opfer wurden, wirklich geliebt, ich meine hier nicht die Vergewaltigung oder den sexuellen Missbrauch von Kindern, auch wenn die Opfer dieser Kapitalverbrechen getötet wurden, hatte das ganze Verhalten nichts mit Liebe zu tun.

Ich sehe hier nur, die Taten, die durch Eifersucht entstanden sind, denn da ist die Liebe zu einem Teil in die Tat miteingeflossen, es ist schon irgendwie komisch, wenn ich hier am PC sitze und schreibe, habe ich das Gefühl, nicht eifersüchtig auf meie Ehegattingemahlin zu sein, aber wenn ich es wäre, sie dann umbringen würde.

Jetzt verstehe ich gar nichts oder auch viel, aber was. Ich liebe meine angetraute Frau, wirklich wir lieben uns, und verstehen uns auch ohne Worte, oft sind es kleine Gesten, aber wenn ich sie jetzt töten würde, was wäre dann, mit den kleinen Gesten und der Vertrautheit des Partners, mit der Zuneigung. Meine Frau war etwa zwei tage im Krankenhaus, aber in diesen zwei Tagen war ich irgendwie durch den Wind, weil jemand fehlte. Und wenn ich mir vorstelle, ich würde sie töten, käme dann in den Knast, und was wäre dann?

Nein, belassen wir es dabei, indem ich sagen kann, Liebe und Mord sind nahe Ver­wandte. Zuerst kommt die Liebe, dann kommt das Töten, was als Totschlag oder Mord ausgelegt werden kann.

Leben wir alle mit mehr Zuneigung zueinander, und wenn es einem einmal emotional schlecht gehen sollte, dann helfen wir ihn, wenn das Leben ist zu kurz, um es zu zer­stören.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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