Dienstag, 22. Januar 2008

Gottes Sohn

Heute beschäftige ich mich wieder mit einem religiösen Thema und zwar aus dem Christentum, was wohl zwangsläufig der Fall ist, weil ich in der christlich-abendlän­dischen Kultur aufgewachsen bin.

Was mir in den letzten Jahren oft aufgefallen ist, das ist bei manchen Interwien im Fernsehen, in denen katholische Priester über Jesus befragt wurden, so benannten sie ihn als Sohn Gottes.

Im IsLam gibt es nur den Propheten Mohamed, aber soviel ich weiss, gibt es von ihm keine bildliche Darstellung, könnte mich natürlich ihren. Von Gott „Allah“ gibt es keine bildliche Darstellung, aber auch nicht im jüdischen Glauben. Für den jüdi­schen und islamischen Glauben ist Gott ein Wesen, das bildlich nicht darzustellen ist, man kann es nicht, weil er ein Wesen ist, das keine Gestalt hat.

Im Christentum hingegen wird Gott als alter Mann hingestellt, obwohl Gott ein We­sen ist oder sein muss, dass geschlechtlos und ohne Gestalt ist.

Man kann Gott nicht darstellen, er ist in unseren Köpfen und wenn man es so will, im ganzen Universum. Wir sind keinesfalls die von Gott Auserwählten, denn wenn wir die Auserwählten wären, dann frage ich mich, wie sind die wirklich Auserwählten. Aber lassen wir, das und ich wende mich dem Thema zu, über das ich eigentlich schreiben wollte, es steht oben.

Aus den alten hebräischen Schriften, Jesus bediente sich zu seiner Zeit, seiner Mut­tersprache, und die war Hebräisch. Dort soll er ausgesagt haben, er sei der Men­schen Sohn, also von Menschen gezeugt worden und von Menschen erzogen. Nir­gends gibt es in den ersten Schriften über Jesus, dass er gesagt haben soll, er sei Gottes Sohn.

Diese Formulierung tauchte erst auf, als das Christentum begründet wurde, aber be­stimmt erst sehr später, denn ich habe noch in Erinnerung, als ich eine alte Bibel las, es war eine Übersetzung von Luther, stand auch drin, dass Jesus gesagt haben soll, er sei der Menschen Sohn.

Wer die Formulierung in die Bibel hineinschrieb, er sei der Sohn Gottes, weiss ich leider nicht, aber es kann auch sein, dass einige Priester diese Formulierung benöti­gen, um Jesus als Nachfolger Gottes oder als Gott darzustellen.

Bei uns Menschen ist alles möglich, weil wir ohne Symbolik nicht leben können. Für alles benötigen wir einen Namen oder eine bildliche Darstellung. So ein Verhalten spricht dafür, dass uns die innere Überzeugung fehlt, an etwas zu glauben, das nicht zu sehen ist, und für das wir keine Symbole haben.

Wenn man von seinem Glauben wirklich überzeugt ist, dann braucht man keine Dar­stellung von einem fiktiven Wesen, auch keine Symbole für eine Glaubensgemein­schaft.

Also Jesus ist nicht Gottes Sohn, sondern er ist ein Mensch mit seinen Stärken und Schwächen. Er wollte nur den jüdischen Glauben aus seiner Erstarrung wieder in Bewegung bringen und ihn liberaler machen, ihn menschlicher in seinen Auslegun­gen gestalten, das war sein eigentliches Ziel. Sowie es Luther machte, aber dieser machte es aus einem Grunde, weil er dem Zölibat entsagen wollte, um heiraten zu können.

Jesus selbst lebte in einer Sekte, die es sich zur Aufgabe machte, einen anderen Weg im Glauben zu gehen, aber sie blieben mit dem jüdischen Glauben verbunden, auch wollte keiner ein Sohn Gottes sein.

In der Bibel und auch im christlichen Glauben geht man davon aus, dass wir alle Kinder Gottes sind, und keiner wird bevorzugt. Warum soll eine Frau nicht gleich mit den Männern sein, und warum werden Männer im christlichen Glauben vorgezo­gen, weil die Priesterschaft im Christentum, aber auch in den anderen Religionen, eine Männergesellschaft ist, die unter sich bleiben will, und das ist absurd.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“


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