Montag, 21. Januar 2008

Gott und die Menschenrechte

Ich frage mich selbst, wie ich auf dieses Thema gekommen bin. In den Augen von or­thodoxen Christen wäre ich ein schlimmer Gotteslästerer, aber mir geht es bei die­sem Thema mehr darum, aufzuzeigen, wie im Mittelalter die Kirche zu Gott und zu den eigentlichen Menschenrechten stand.

Im Mittelalter stand die Institution Kirche auf Seiten der Mächtigen, weil viele Bi­schöfe und Kardinäle aus den Reihen der Herrschenden kamen. Viele Adlige nahmen auch hohe Ämter in der Kirche ein, so dass die Kirche eine christlich-weltliche Insti­tution wurde. Mit dem eigentlich christlichen Auftrag hatte die Kirche nichts mehr zu tun, sie nahm an der Knechtung der Menschen im Mittelalter teil, denn wenn man be­denkt, wie die Bauernschaft sehr oft zur Fronarbeit herangezogen wurden, das heisst für unendgeldliche Arbeit mussten sie tagelang schuften und die Ernte blieb auf den Feldern liegen und verrottete, aber der Bauer musste trotzdem eine bestimmte Menge an Getreide an die Herrschenden abgeben.

Die Kirche kümmerte sich darum, wie es dem Volk erging, sondern bedrohte die Menschen, wenn sie nicht zum Gottesdienst kamen, mit der Exkommunikation, und dass heisst wieder, sie waren im gewissen Sinne vogelfrei und kamen nach dem Tode ins Fegefeuer.

Die Rechte der Menschen wurden auch von der Kirche mit Füssen getreten, aber wenn Gott ins Spiel kam, dann verstand die Kirche keinen Spass mehr. Jede Kritik an der Kirche war für die Kirche eine Kritik gegen Gott. Heute kann ein Mensch sagen, dass es keine Gott gibt, aber im Mittelalter war es eine schreckliche Gotteslästerung, die die Exkommunikation und den Tode des Gotteslästeres zur Folge hatte.

Eine gewisse Perversion trat dann in Erscheinung, wenn ein Priester am Galgen dem Deliquenten die letzte Ölung vor der Hinrichtung gab. Vielleicht wollte sich die Kir­che damit bei Gott einschleimen, nach dem Motto: lieber Gott das Todesurteil gegen den Goteslästerer ist doch nicht so schlimm, wir haben ihm doch die letzte Ölung ge­geben.

Der Name Gottes durfte nicht verletzt werden, aber die Menschenrechte konnte man ruhig verletzen, denn der Mensch sollte auf Erden die Qualen des Lebens und damit die Qualen der Sünde erleiden, um nach dem Tode gereinigt in den Himmel und das Paradies zu kommen.

Ich verstehe nicht, warum ich erst nach dem Tode ins Paradies kommen soll. Es wäre doch besser, ich käme in jungen Jahren ins Paradies.

Ich erkenne immer mehr, dass der Mensch in den Augen seiner Mitmenschen nichts wert ist, das meine ich in immaterieller Hinsicht. Trotz der Religionen, besonders der christlichen, die sich auf die Heilsversprechen für das Individuum Mensch berufen, aber gerade die Kirche weicht aus, und stellt sich auf Seiten der materiellen und po­litischen Macht. Besonders deutlich war es im dritten Reich, wo die evangelische Kirche auf A.Hitler eingeschworen wurde.

Gut es ging um das Judentum, das die Christen hassten, weil angeblich Jesus von den Juden umgebracht worden sei. Die Führung des dritten Reiches unternahm et­was gegen die jüdischen Mitbürger, und wurden deshalb von den Christen, aber nicht von allen Christen, sehr geschätzt, weil sie das vollzogen, was sie selbst nicht vollziehen konnten.Die evangelische Kirche hat bis heute keine Entschuldigung gegenüber den Nachkommen der jüdischen Bürger und den Toten gefunden.

Ob Gott es wirklich wollte, dass sein Bodenpersonal seine Kinder auf Erden so un­terdrückte, ich denke es nicht, aber alle kommen in den Himmel und müssen ihre Beichte ablegen.

Die aus dem Mittelalter haben schon lange ihre Beichte abgelegt, vielleicht hat Gott einige Sünder wieder zurückgeschickt, und darunter könnte auch der Vorgänger von Hitler oder Schäuble gewesen sein, man weiss es nicht.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“


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