Montag, 7. Januar 2008

Gewaltätigkeit Jugendlicher

In den letzten Wochen spricht besonders von der Gewaltätigkeit der Jugend, weil in der S-Bahn in München zwei Heranwachsende eine 76-jährigen Rentner zusammengeprügelt haben, so dass dieser Mann in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ursache war angeblich, die Heranwachsenden hatte sich durch die Bitte des Rentners provoziert gefühlt, denn der habe zu beiden gesagt, sie sollen die Zigarette ausmachen. In den Zügen der deutschen Bahnen herrscht Rauchverbot.

Die Jugend war zu jeder Zeit gewaltbereit und hat ihre Probleme mittels Gewalt an die Umwelt ab­gegeben.. Dieser Vorfall in München war nur sehr gravierend und brachte die Politiker und sonstige Experten in die Öffentlichkeit. Die einen wollen der Gewalt mit härteren Strafen begegnen, und die anderen meinen, das bisherige Strafrecht reiche aus.

Ich bin ein wenig erstaunt, dass die Jugendexperten und Politiker sich jetzt erst zu Wort melden, denn Jugendgewalt gibt es doch schon länger. Oder liegt es daran, dass zwei Heranwachsende, die als Migranten gelten, diese Gewalt gezeigt haben?

Es gibt wieder Politiker, die auf der ausländerfeindlichen Welle reiten und dem Volk klarmachen wollen, dass nur Ausländer zur Gewaltätigkeit neigen.

Gewalttätigkeit ist bei all denen Jugendlichen verbreitet, denen die Motivation fehlt, sich in eine Gesellschaft zu integrieren, deren Familienbande zerstört sind, oder die einen hohen Aggressionspe­gel haben, die bei jeder Kleinigkeit mit aggressivem Verhalten auffallen, und dann eine Menge an Straftaten begehen.

Nach einer Studie sollen ausländische Jugendliche mehr Straftaten begehen als deutsche, es kann möglich sein, aber es gibt keine wirklichen Anhaltspunkte, aus dem Grunde sind Jugendliche Ju­gendliche, egal welcher Nationalität sie sind.

Wenn man als Jugendlicher keine Perspektive hat, besonders im Bildungsbereich sowie im berufli­chen Bereich. Dazu kommt noch, das viele männliche Jugendliche von Ausländern unter sich blei­ben, also keine Hang zu einer wirklichen Integration zeigen, wogegen die weibliche Jugendlichen von Ausländern vielfach eher bereit sind, mit deutschen Mädchen und Jungen zu kommunizieren.

Ich kann hier nicht viel aus dem persönlichen Erfahrungsbereich sagen, weil ich nach dem Kriege aufgewachsen bin und nur die Jugendlichen erlebt haben, die wie ich Flüchtlinge waren oder mich mit einheimischen Jugendlichen angefreundet hatte. Aber auch bei uns gab es eine gewisse Form von Gewaltätigkeit, die sich hauptsächlich auf Gleichaltrige bezog, aber nie gegen Erwachsene, und auch nie in der heutigen Form mit Fusstritten oder Knüppeln.

Jugendliche Gewalt wird es immer geben sowie auch die Gewalt von Erwachsenen gegen Jugendliche und gegen Erwachsene, das ist unser Triebpotential, das uns gegen unsere Mitmenschen drängt, unser Revier zu verteidigen und unser Eigentum.

Gewalt entwächst wirklich aus einer Perspektivlosigkeit, die Menschen haben und besonders dann, wenn sie nicht Schwäche zeigen wollen. Gewalt kann demnach auch ein Schutzschild für den sein, der Gewalt ausübt und darum sollte man die Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen oder auch allgemein besser und umfangreicher erforschen, um dieser Gewalt auch ohne Gewalt begegnen zu können.

„ich denke also bin und ich bin also denke ich“

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