Freitag, 25. Januar 2008

Ethik

Was ist eigentlich „Ethik“? Ich habe diesen Begriff schon oft gehört, auch in der Zeit als ich noch Schüler war. Später wurde oft über diesen Begriff diskutiert, aber ich habe immer wieder festgestellt, es gibt erheblich mehr Auslegungen als eine konkrete Er­klärung dieses Begriffes.

Ethik“ ist eine moralische Komponente, die eine Gesellschaft Werte vermitteln soll, die die hohe moralische Verantwortung des Einzelnen zum Ganzen dokumentiert. Ohne die moralische Verantwortung kann es keine „Ethik“ geben. Aber gibt es wirk­lich die „Ethik“ im Alltagsleben der Menschen, oder ist dieser Begriff abstrakt und ohne Leben?

Für mich als Menschen gibt es eine natürliche Verantwortung gegenüber meinen Mitmenschen und damit ergibt sich die Moral, diese Verantwortung so zu leben, dass andere Menschen das Vertrauen bekommen, mir Zuneigung zu schenken also Ergeb­nis meiner moralischen Verantwortung ihnen gegenüber.

Die aus dieser Moral hervorgehenden Erkenntnisse fließen hinüber in den abstrakten Begriff „Ethik“, aber sind dann Moral und „Ethik“ nicht eins, und werden sie nur deshalb getrennt behandelt, weil man abstrakte Begriffe benötigt, um besser oder auch undurchsichtiger beide Begriffe als etwas Verschiedenes darzustellen?

Ich bin mir nicht sicher, weil ich in der „Ethik“ besonders das Verhalten und das Handeln des Menschen verstehe, so wie er sich gegenüber seiner Umwelt verhält. Damit wäre das Verhalten und Handeln der Menschen ein Teil der „Ethik“ oder nach ethischen Grundlagen zu behandeln.

Ich denke, „Ethik“ ist ein kultureller Begriff, der in der Natur nicht vorkommt. Die­ser Begriff wurde von der Philosophie künstlich geschaffen, weil man etwas benötig­te, um das Verhalten und Handeln des Menschen in ein Wertesystem zu pressen.

Aber wenn „Ethik“ aus der Entwicklung einer Kultur entsteht, gibt es dann auch eine natürliche „Ethik“, wie wäre es mit dem Schamgefühl? Entwickelt sich der Mensch, der in der Natur aufwächst, ohne dass er eine Verbindung zu einer Kultur hat, wirk­lich ein Schamgefühl sowie wir, die wir in einer Kultur aufgewachsen sind und darin leben?

Oder ist „Ethik“ nur Begriff dafür, dass man einen anderen mit seinem Handeln und Verhaltens moralisch nicht verletzt?

Obwohl ich nur wenige Aspekte dazugetragen habe, um den Begriff „Ethik“ zu ver­stehen, ergibt sich immer mehr an Unsicherheit in meinen Gedanken, was ist wirk­lich „Ethik“ oder gibt es keine „Ethik“ im Leben und Erleben eines Menschen?

Aber was ist für mich „Ethik“? Ich bin in einem kulturellen Umfeld aufgewachsen, das die Werte mir mitgegeben hat, den Menschen zu respektieren, seine körperliche Unversehrtheit zu beachten und darauf zu achten, dass ich alles von ihm abwende, was ihm gefährlich werden könnte. Man hat mir gelehrt, bevor ich handel, zuerst nachzudenken, was ich wirklich tun will.

Dann, wenn ich eine Familie gründe, für meine Familie zu sorgen, und wenn es nicht anders geht, meine eigenen Bedürfnisse für die Familie hinten an zustellen. Gegen­über allen Familienmitgliedern ritterlich aufzutreten und darauf zu achten, dass ihre persönlichen Rechte nicht verletzt werden. Den Kindern beizustehen, wenn sie sich zu Erwachsenen entwickeln, und ihnen aus mir eigenen Erfahrungsschatz alles mitzugeben, was ich an Erfahrungen in meinem Leben gewonnen habe.

Ich habe die Aufgabe meinen Kindern ein grosses Potential an Bildung mitzugeben, und ihre Neigungen und Fähigkeiten zu fördern.

Ich denke, dass die Ethik eine persönliche Angelegenheit ist, und sehr stark in ihren Auswirkungen an der Erziehung des Einzelenen gebunden ist.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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