Sonntag, 20. Januar 2008

Das Leben ein Traum

Selbst habe ich manchmal überlegt, ob das Leben nicht nur ein Traum ist, das heisst, ein realer Traum, und die Träume sind dann die eigentlichen Ausschnitte aus einem Leben, ge­füllt mit Angstträumen – auch Albträume genannt -. Oder ist das Leben wirklich das Leben, und die Träume, die wir im Schlaf erleben oder durchleben, wirklich nur Träume.

Was ist es wirklich? Darüber habe ich oft nachgedacht, und manchmal oder auch öfters habe ich beides, Traum und Leben gegenübergestellt, aber es nichts Wirkliches herausgeko­men, nicht der verstandesgemässe Schnitt zwischen Traum und Leben. Aber wenn ich so Le­ben und Traum betrachte, dann ist das Leben, das den Traum einschließt, und den Traum wirklich leben lässt.

Wenn wir schlafen, dann leben wir. Unser Gehirn arbeitet, auch die anderen Organe, um den Körper am Leben zu erhalten. Wenn wir nun träumen, dann leben wir auch, wenn auch nicht so bewusst, als wenn wir Holzhacken oder Kartoffel schälen.

Also ist demnach das Leben auch ein Traum, und nicht nur ein Leben. Wenn ich es anders sehe, dann kann ich behaupten, ich habe zwei Leben, einmal das reale Leben und dann den Traum, oder anders ausgedrückt, das Bewusstsein und das Unterbewusstsein.

Ich kann nicht Traum und Leben trennen, weil beides zusammen gehört, denn beide sind voneinander abhängig. Traum und Leben ergänzen sich, denn das Leben, wie ich schon vorhin andeutete, schliesst den Traum ein.

Ich denke, das Leben, was ich real vollziehe, setzt sich mit anderen Mitteln im Traum fort. Im Traum erlebe ich den vergangenen Tag noch einmal, wenn auch manchmal undurch­sichtig und irrational, aber ich erlebe ihn. Hier sieht man, das ich lebe, weil ich lebe träu­me ich.

Gut so, denn wenn ich den biologischen Aspekt in das Leben einbeziehe, dann bin ich Pro­dukt der Evolution und lebe nach den Vorgaben der Evolution, die in mir festgelegt sind, wenn auch nur zum Teil, denn die Evolution gab mir einen grossen Freiraum zu eigenstän­digen Entscheidungen, also bin ich frei von instinktiven Zwängen.

Aber wo ist die Grenze zwischen der Freiheit und dem Zwang, nur den Vorgaben der Evo­lution zu gehorchen?

Es gibt keine Grenze, weil sich die Vorgaben durch die Evolution und meine geistige Ent­scheidungen im Rahmen der Freiheit, sich ergänzen und ineinander verflochten sind. Ist das Leben wirklich nur ein Traum, und das eigentliche Leben erfolgt dann, wenn die geisti­ge Freiheit nach dem Absterben des Körpers erfolgt, und wenn dann das eigentliche Leben beginnt?

Ich komme zu keiner Entscheidung, ob das Leben nur ein Traum ist, manchmal kommt es mir so vor, aber es gibt noch ein anderes Leben, und das ist der Traum.

ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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