Donnerstag, 13. Dezember 2007

Ist die Bibel wahr

Es gibt bestimmt viele Menschen, die Christen sind, aber einen Zweifel haben, ob die Bibel wahr ist, und ob die Bibeltexte, die uns heute zur Verfügung stehen, auch mit den Urtexten aus dem Hebräischen identisch sind?

Ich lese häufig in den Foren des Internets, wenn manchmal eine Diskussion darüber geführt wird. Aber etwas zu beantworten, was schon vor 3000 oder 2500 Jahren niedergeschrieben wurde, ist sehr schwierig, weil man dann geistig ins Schleudern kommt, wenn es den Begriff „Wahrheit“ betrifft.

Ich habe hier auf jeden Fall so meine Bedenken, denn wenn ich mich frage, was überhaupt „Wahrheit“ bedeutet, dann komme ich bestimmt ins Schleudern.

Jetzt weiche ich erst auf den Inhalt der Bibel aus, und beschäftige mich nicht mit der Wahrheit oder Unwahrheit, sondern mit der Bibel selbst.

Die Bibel selbst ist ein Buch, das einen religiösen Bereich, aber auch einen juristischen und geschichtlichen Bereich hat. Zusammen genommen gehe ich davon aus, dass diese Bereiche zusammengehören, und sind nicht voneinander zu trennen.

Für das Volk der Isrealiten war es wichtig, einen gemeinsamen Nenner zu finden, um als Volk überhaupt zu existieren. Denn als Stämme waren sie damals zu klein, um gegen ihre Feinde bestehen zu können. So schaffte es die religiöse Fiktion, nur an einem Gott zu glauben, eine monogame Religion zu schaffen, mit der Basis, zu einem Volk zusammen zu wachsen.

Ob jetzt die Bibel später geschaffen wurden, und damit auch das Buch „Bibel“, ist unbekannt, auf jeden Fall, ich weiß es nicht. Aber die Bibel wurde für das Volk der Isrealiten als Religions-, Gesetz- und Geschichtsbuch geschaffen. In diesem einen Werk waren gleich drei Bücher enthalten, die nicht im Widerspruch zueinander standen, sondern sich ergänzten.

An oberster Stelle dieses Volkes stand ein fiktives Wesen, das von den Isrealiten Jahwe oder Gott genannt wurde. Gott wurde auch dafür verantwortlich gemacht, dass er die Gesetze für dieses Volk schuf, aber gleichzeitig zum Wahrer der Isrealiten wurde. Er war nicht nur gnädig, sondern streng und rachsüchtig.

Gott verkörperte gerade das, was die Menschen waren und was sie heute noch sind: gnädig, streng und rachsüchtig.

Die Bibel ist in der Hinsicht wahr, wenn man sie als Religions-, Gesetz- und Geschichtsbuch betrachtet. Ob der Inhalt der Wahrheit entspricht, das ist eigentlich zweifelhaft, denn der Inhalt solcher Bücher wird über den Zeitraum von tausenden von Jahren, sehr oft verändert, so haben wir es mit einer Entwicklung eines Volkes zu tun, aber gleichzeitig auch mit Veränderungen in der Bibel, die sich der jeweiligen Zeit anpassten, sowie es heute auch in unserem Staat geschieht.

Man sollte die Bibel so nehmen wie sie ist, denn durch die Übersetzungen ins Griechische, Lateinische und bei uns ins Deutsche kommt es zu Fehlinterpretationen von Inhalten, die nie rückgängig gemacht werden, sondern sie bleiben als Wahrheit bestehen, sowie es die Kirchenoberen haben wollen.

Jeder soll den Inhalt der Bibel so interpretieren, wie es ihm passt, andere machen es auch.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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