Montag, 24. Dezember 2007

Heiliger Abend

Heute beginnen die Weihnachtstage für die Christen und für die, die keine sind, aber weil sie unter Christen leben, können sie auch diese arbeitsfreien Tage feiern. Jetzt fällt mir, dass auch in der DDR Weihnachten gefeiert wurde, obwohl der Sozialismus das Christentum als solches ablehnt, denn Marx und auch Lenin äußerten sich über die Religion, dass diese Opium für das Volk sei, also das Volk verblöde, mag sein, ich weiß es nicht, weil ich auch ohne Religion verblöde, was der Alte­rungsprozess mitsichbringt.

Ich denke an diesen Tag, gerade heute, dass meine kleine Katze Minni nicht mehr da ist. Es ist das Fünftemal, dass sie nicht mehr dieses Fest mit uns feiert. Auch an meine Kindheit denke ich zurück, sie liegt schon über fünfzig Jahre zurück. Es waren auch damals schöne Feiertage, auch wenn dieses Feiertage durch die Armut der Nachkriegszeit geprägt wurden.

An einer Weihnacht gab es über Nacht einen Eisregen, so dass alles mit einer Eisschicht bedeckt war. Für uns Kinder war es ein goldenes Geschenk, dafür hatte der Weihnachtsmann im der darauf­folgenden Weihnacht freie Fahrt, denn er brauchte keine Angst zu heben, von uns überfallen zu werden.

Meine Freunde, drei an der Zahl, und ich hatten den Weihnachtsmann aufgelauert, um ihn zu über­fallen, damit wir an die Geschenke kamen, aber der lachte nur und wollte uns verhauen, da haben wir uns aus dem Staub gemacht. Darüber kann ich mich noch heute amüsieren. Jetzt kann der Weih­nachtsmann mein Haus betreten, ohne überfallen zu werden.

Heute morgen war ich sehr früh in der Stadt, um noch einige Sache für das heutige Abendessen ein­zukaufen. In der Stadt war nicht viel los, auch lag der Hochnebel noch über der Stadt. Der Wochen­markt hatte auch geöffnet, aber es waren nur wenige Kunden zu sehen.

Ich habe noch ein wenig trainiert und meiner Ehegattingemahlin beim Bau einer Schlafkiste für die Katzen unserer Mieterin geholfen. Sie bekommen einen schönen Schlafplatz.

Der Nebelschnee ist schon verdunstet, auf jeden Fall zum Teil, und ich denke, dass kein Schnee mehr fällt. Am 2.Weihnachtstag soll ein Regenband zu uns kommen, dabei soll gefrierender Regen fallen. Dann bleibe ich Zuhause, da ist es auch schön.

Vielleicht komme ich in den nächsten Tagen wieder in den Wald. Dort kann man Wildschweinrot­ten beobachten, besonders die Rotte von der führenden Wildsau „Frieda“. Wir beide kennen uns sehr gut, denn manchmal bringe ich Brot mit.

Beginnen wir mit dem Feiern, damit der Weihnachtsmann weiß, wo ich wohne, und er mit den Ge­schenken vorfahren kann. Den Parkplatz vor dem Haus habe ich freigemacht.

So jetzt schließe ich das Tagebuch für diesen Tag.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

Keine Kommentare: