Dienstag, 18. Dezember 2007

Die dunkle Jahreszeit

Es sind nur noch wenige Tage bis zum christlichen Fest, das Weihnachten genannt wird, auf jeden Fall im deutschsprachigen Raum. Aber mir geht es nicht um dieses Fest, damit sollen sich andere Menschen beschäftigen, sondern mir geht es um die Jahreszeit.

Der Fürhling ist die Zeit des Erwachens aus einem Schlaf, in dem man die Kraft zu einer neuen Kreativität gesammelt hat, um mit dem Frühlingserwachen gleich kreativ zu werden. Es ist auch die Zeit der Frühlingsgefühle, sich ein Nest zu bauen, um dem Nachwuchs ein sicheres Zuhause zuge­ben, wenn es tatsächlich sicher sein soll. Es ist die Jahreszeit der beginnenden Liebe, und die Freu­de am Leben erwacht erneut.

Dann kommt die Jahreszeit, wir nennen sie den Sommer, hier reift alles heran, was vorher herange­wachsen ist. Es ist die Jahreszeit der Wärme und Hitze und der Naturgewalten wie Gewitterstürme und Wolkenbrüche, aber auch die Zeit der Erschöpfung durch die Hitze, denn die Sonne hat in die­ser Jahreszeit den höchsten Stand im Zenit erreicht.

Es kommt die Jaheszeit der Farbenvielfalt, der Ernte dessen was wir im Frühling gesät haben, und das was immer Sommer gereift ist. Es ist die Jahreszeit der Erntearbeit sowie der Frühling die Zeit der Arbeit ist, die Äcker zu bestellen. Diese Jahreszeit schließt nicht den Kreis des Lebens, sondern hier beginnt der Übergang in die dunkle Jaheszeit.

Die Tage werden langsam kürzer und die Nächte länger und kühler. Auch schon am Tage wird es kühl und es kommen die ersten kalten Vorboten der dunklen Jahreszeit, des Winters, mit seinen Nachtfrösten.

Viele Lebewesen sind nicht mehr agil, sie stellen sich auf die Jahreszeit ein, die das Nahrungsange­bot vermindert, und die überflüssigen körperlichen Tätigkeiten reduziert auf ein Minimum an Tätig­keiten, die nur den Kreislauf des Körpers anregen sollen. Manche gehen in eine Art von Winterstar­re über, man nennt es auch Winterschlaf.

Ich bin jetzt in der dunklen Jahreszeit. Die Tage sind jetzt sehr kurz und die Nächte lang. Die Tem­peratur sinkt in den Minusbereich, und der fallende Regen gefriert und wird zu Schnee, worüber sich die Kinder freuen. Manche Menschen kommen in dieser Jahreszeit mehr zur Ruhe und zum Nachdenken. Selbst ich frage mich dann, warum gibt es die Kreislauf in der Natur, der soviel be­deutet wie Geburt-Leben-Tod.

Die Jahreszeit Frühling ist die Geburt, der Sommer und der Herbst sind das Leben, und der Winter ist die Zeit des Todes oder ewigen Schlafens. Ist es die Evolution, die uns ständig daran erinnert, dass Geburt und Tod eins und im ewigen Kreislauf des Universums konstant sind?

Freuen wir uns auf die Tage, an denen wir erwachen und das Gefühl haben, zu leben, denn was nach dem Leben kommt, das weiß keiner.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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