Dienstag, 20. November 2007

Was macht Kinder unglücklich

Hier in Deutschland wurde vor einiger Zeit eine Studie darüber gemacht „was Kinder unglücklich macht“.

Aber was macht Kinder wirklich unglücklich? Die Studie kam zum Ergebnis, es sind die Hausauf­gaben. Sind es nur die Hausaufgaben oder gibt es noch andere Dinge, die die Kinder unglücklich machen?

Ich denke nur an die schlechte finanzielle Situation der Familie, in denen Kinder aufwachsen oder auch an den Reichtum, der die Kinder einsam macht, weil sie von den Eltern an andere Menschen abgeschoben werden, die dann auf sie aufpassen.

Hausaufgaben allein machen nicht unglücklich, vielleicht waren die, die die Studie angefertigt ha­ben, unglücklich, weil sie Hausaufgaben machen mussten und nicht wollten.

Zu den hausaufgaben wird man gezwungen, und dieser Zwang macht wahrscheinlich den Men­schen, insbesondere Kinder unglücklich, weil sie glaubten, ihnen wird durch diesen Zwang ein teil ihrer Freizeit genommen.

Mich haben die Hausaufgaben nicht gestört. Über einige Jahre hinweg, habe ich meine Hausaufga­ben in der Schule gemacht, damals hießen sie Schulaufgaben, denn ich habe mir immer gesagt, wenn du die Aufgaben in der Schule machen kannst, dann mache sie, dafür ist die Schule da und nicht meine Freizeit, in der man etwas Besseres machen kann.

Es kommen heute mehrere Faktoren hinzu, die Kinder unglücklich machen, d.h.es gibt nicht einen Faktor wie Hausaufgaben oder die finanzielle Situation, Trennung der Eltern oder Tod eines Eltern­teils.

Derartige Studien bilden immer eine Schieflage, weil man nur einen bestimmten Teil an Kindern zu diesen Studien heranziehen kann oder will, und damit ist eine derartige Studien nie repräsentiv, je­denfalls nach meiner Auffassung. Darum sollten diese Studien entweder nicht ernst genommen wer­den, oder man kann über den Inhalt einer Studien diskutieren.

Diese Studien dienen oft, um einem Forschungsinstitut ein Profil zu geben. Aber die Studien an und für sich verschwindet in ein Archiv und wird später der Entsorgung zugeführt, weil es dann wieder neue Studien geben wird.

Ich selbst beteilige mich an keine Studien mehr. In meiner Diplomarbeit habe ich über das Lesever­halten von 10-jährigen Kindern geschrieben. Nachdem ich über 200 Fragebögen ausgewertet hatte, blieben sehr viele Fragen offen, was ich dann in meiner Diplomarbeit auch vermerkte. Ich habe ein sehr gut für die Arbeit bekommen, aber hinterher habe ich nur gedacht, über dieses Thema kannst du dein ganzes Leben schreiben, und du wirst trotzdem nie fertigt. Es würde eine unvollendete Stu­die bleiben.

Den Kindern kann vieles unglücklich machen, aber wir wissen sehr selten, was dem eigenen Kind unglücklich macht.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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