Sonntag, 25. November 2007

Verfolgung im Namen Gottes

Es war nicht die Verfolgung des Christentums, sondern die Verfolgung im Christentum. Nicht der Glaube nahm an der Verfolgung teil, sondern die Institution Kirche, die von einer Gruppe Christen geschaffen wurde, um die Macht über die Christen zu bekommen.

Es wurden Dogmen aufgestellt, die unumstösslich waren, so auch die Unfehlbarkeit des Papstes, der als Stellvertreter Gottes hier auf Erden galt.

Wie wir Menschen sind, so haben wir immer wieder den Anflug auf etwas Neues, wir wollen etwas verbessern, besonders die, die nicht an der Macht sind.

Die Mächtigen weigern sich natürlich den Spinnereien der anderen nachzugeben, also erfindet man gewisse Grenzen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie weit ich bei meinen Äusserungen gehen darf, ohne Konsequenzen zu erwarten.

Aber die als Ketzer bezeichnet wurden, zeigen einen enormen Mut, diese Grenzen zu überschreiten, damit sie neue Gedanken, ihre eigenen, in den Schoß der Kirche zu verankern. Nur der Papst hatte die Macht, oder auch nicht, vielleicht war es auch Gruppe von Kardinälen, die das System der Macht erhalten wollten, um jeden Preis.

Die Reformer, die an den Fundamenten der Kirche rüttelten, bezeichnete man als Ketzer, und stig­matierte sie mit dem Teufel, also mit dem gefallenen Engel Satan.

Der Papst stellte sich nicht hin und sagte, er sei das Gesetz und bestimme, was der christliche Glau­be sei. Nein, er bewegte Gott dazu, sich den Reformer anzunehmen, und er selbst, der Papst, wolle dafür sorgen, dass der Ketzer für immer schweige.

Hier mußte der Name Gottes hinhalten, um die Macht der Kirche zu erhalten, und in diesem Namen wurde die sogenannten Ketzer im Flammentod, auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.

Es ist bekannt, dass die katholische Kirche frauenfeindlich ist, also darüber brauchen wir uns ei­gentlich nicht unterhalten. Aber wie drückte sich diese Frauenfeindlichkeit aus?

Zuerst wurde das Zölibat erlassen, das bedeutet für den Priester, frauenlos zu bleiben. Aber der Priester ist ein Mensch und hat sexuelle Bedürfnisse. Was macht er, entweder er begattet die Frauen seiner Gemeinde ohne dem Wissen der Ehemänner, oder er ornaniert, oder er treibt es mit Männer, Knaben oder kleinen Mädchen.

Aber das allein führte nicht zur Hexenverfolgung und Hexenverbrennung im Mittelalter. Da die frauen in dieser Zeit oder schon seit altersher, als weise Frauen bezeichnet wurden, weil sie die Künste der Heilung von Mensch und Tier verstanden, traten sie als Konkurrenz zu den damaligen Berufsstand der Ärzte auf. Meistens waren die weisen frauen in der Heilung von Krankheiten als die männlichen Ärzte.

Die Männer vereinigten sich, die weisen Frauen waren ihnen ein Dorn im Augen, weil die damalige Kirche frauenfeindlich war und die Ärzte wollten ihre weibliche Konkurrenz loswerden. Dazu griff man nach dem Namen Gottes, und erklärte die weisen Frauen für Wesen des Satans oder auch Teu­fel.

Um seinen Mitmenschen ein Bein zu stellen, ist der Mensch sehr einfallsreich. Man unterstellte den Frauen alles Mögliche, z.B. sie hätten mit dem Satan geschlafen oder sie hätten den bösen Blick.

Jetzt kamen noch die Männer hinzu, die ihre eigenen Ehefrau loswerden wollten oder sogar die Ge­liebte.

Alles geschah im Namen Gottes, als des strafenden Gottes, der die Rache erfunden hat. Man sieht doch, wie geistreich die Männer sind. Je mehr Stroh in ihren Köpfen ist, umso blöder werden sie.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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