Dienstag, 13. November 2007

Legende von Babylon

Am letzten Sonntagmorgen hörte ich beim Frühstück im Radio das Lied „die Legende von Baby­lon“. Es wurde in den 70-ziger Jahren von einem niederländischen Sänger gesungen. Dieses Lied gab in kurzer Fassung die Ereignisse vom Turmbau in Babylon wieder.

Dieser Turmbau fand vor etwa 1000 Jahren vor Christi statt, es gibt für diesen Turmbau auch Be­weise. In der Bibel wurde dieser Turm auch erwähnt, nachdem die Hebräer (Juden) durch die assy­rischen in das Land an den Tigris verschleppt wurden. Sie mussten wie alle Völker, die durch die Assyrier verschleppt wurden, am Turm mitarbeiten, als Kriegsgefangene oder Sklaven. Diese Skla­verei des jüdischen Volkes wurde auch in der Bibel erwähnt.

Der Turm von Babylon sollte mit seiner Spitze in die Wolken hineingereicht haben, aber bewiesen ist nichts. Aber dieser Turmbau in Babylon hat mehr symbolischen Charakter, den die angestrebte Höhe des Baus soll den Größenwahn des Menschen dokumentieren, d.h. der Mensch kann seine tat­sächlichen Fähigkeiten nicht richtig einschätzen. Der Mensch neigt zu montrösen Verhaltensweisen und Handlungen, die er irgendwann nicht mehr kontrollieren kann.

In der Bibel wird die Sprachverwirrung der Menschen beim Bau geschildert. Aber wenn es tatsäch­lich eine Baustelle gab, wo viele Menschen aus verschiedenen Völkern arbeiteten, dann war es auch kein Wunder, wenn viele Sprachen gesprochen wurden.

Dieser Sprachenwirrwarr ist auch ein Symbol dafür, dass viele Völker in der sprachlichen Entwick­lung ihre eigenen Wege gegangen sind. Die Sehnsucht der Menschen ist die, dass nur eine Sprache gesprochen wird, damit wir alle besser kommunizieren können, mit einer Sprache kann man es bes­ser, weil man sich dann auch besser versteht, obwohl es gibt Menschen, die sich nicht verstehen, auch wenn sie dieselbe Sprache sprechen. Es passiert mir auch manchmal, aber einigemal ist es be­wußt dargestellt, mein „ich nichts verstehen“.

Aber die Bibel hat schon recht, wenn sie auf diesen Stimmenwirrwarr hindeutet, weil die Politiker in den Parlamenten sich selbst nicht verstehen, auf jeden Fall nach außen hin, aber wenn es um Geld geht, dann verstehen sie sich gut. Aus den Reden der Politiker werde ich manchmal auch nicht schlau, dass kommt gewiss daher, weil die Politiker ihre Reden nicht selbst schreiben. Sie lesen die Reden wohl durch, aber verstehen das Geschriebene nicht.

Trotzdem haben wir an unserem großkotzigen Verhalten nichts abgelegt, sondern wir sind noch überheblicher geworden, und das auf unserem kleinen Planeten.

Die Menschheit sollte anfangen, ihre Ansprüche an mehr Wohlstand zurückzuschrauben, denn das Ende der Fahnenstange ist schon erreicht, weil es nicht mehr weitergeht. Wenn man bedenkt, dass sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben, und demnächst 3 bis 4 Milliarden durch Hunger, Durst und Krankheiten umkommen werden, dann ist der symbolische Turmbau von Baby­lon, dem Ende geweiht, weil er jetzt einstürzt, und damit die ganze Zivilisation.

Wir Menschen habe es zu toll getrieben mit unseren Jagd nach Wohlstand auf Kosten anderer Men­schen, jetzt bekommen wir die Quittung in Form von Hunger verbunden mit Armut und Tod.

„ich denke also bin ich“ und „ich bin also denke ich“


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