Freitag, 16. November 2007

Doping im Radsport

Dass im Radsport fleissig gedopt wird, ist hinreichend bekannt. In den letzten Monaten haben sich viele Leute gemeldet, und das Doping mitsamt den Betroffenen an den Pranger gestellt. Die meisten von diesen Dummschwätzer hatten wirklich keine Ahnung, um was es eigentlich ging, nur wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung waren sie der Meinung, sie könnten irgendeinen Mist abladen.

Die Radprofis und deren Sponsoren taten betroffen und wiesen alle Schuld von sich, aber es wurde gleichzeitig eine Mauer des Schweigens errichtet, die nicht lange hielt.

Jörg Jaschke und vor ihm Erich Zabel durchbrachen diese Mauer, indem sie die Flucht nach vorne machten.

Jetzt lichtete sich das Schweigen und Wahrheiten, aber auch Halbwahrheiten kamen ans Licht. Es ist klar, dass man sich nicht an Tatsachen hält, weil man sich immer ein Hintertürchen offenlässt, denn man ist Berufsfahrer und benötigt einen neuen Rennstall, wenn sich der alte von einem trennt.

Es wurde fleissig gesungen, so dass man meinte, man wäre unter Kanarienvögel. Zuerst kamen die Kollegen im eigenen Rennstall dran, dann wurde der Kreis erweitert auf die Trainer und Betreuer. Bei der Frage, wie man an die Dopingmittel gekommen ist, zeigte man auf die Ärzte des Rennstalls und zu guter letzt sahen alle auf die Sponsoren, die natürlich nichts gesehen und geahnt hatten, aber dann ihre Rennställe auflösten.

Aber nicht genug, das ganze Theater wurde mit Drohungen begleitet, man wollte gerichtliche Schritte gegen die unternehmen, die über den Dopingsumpf berichtet hatten. Jeder, mit Ausnahme der wenigen Radfahrer, die sich zum Doping bekannten, war natürlich unschuldig. Gut, hier greift das Unschuldsprinzip, weil wir in einem Rechtsstand sind, und das ist auch gut so.

Was mir bei der Dopingaffäre von Zabel und Jaschke auffiel, war das Gezetere von Politikern, und die Androhungen, gegen Dopingsündern strafrechtlich vorzugehen. Im Prinzig ist es auch so getan, wenn man einen Dopingsünder, der laufend gegen das Dopinggesetz verstösst, lebenslang sperrt, wenn man ihn des Dopings überführen kann.

Jaschke hat bisher, soviel ich in Erfahrung bringen konnte, noch keinen neuen Rennstall, weil ihn keiner haben will. Der die Wahrheit sagt, zieht immer die Arschkarte. Man muß kräftig lügen, weil Menschen belogen werden wollen.

„ich denke also bin ich und ich bin also denke ich“

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