Samstag, 27. Oktober 2007

Zwillinge des Majors

Vor etwa 45 Jahren war ich stellvertretender Zugführer des Luftlandepionierzuges 9 in München, wir waren nur vorübergehend dort stationiert, denn in diesen Jahren wurden wir alle neun Monate woandershin verlegt. Wir waren damals nur dem Divisonskommandeur der 1.Luftlandedivision di­rekt unterstellt. Er oder der Chef des Stabes konnten unseren Einsatz befehlen.

Nachdem mein Oberleutnant von einem lehrgang zurück war, ging ich für vier Wochen auf die Pio­nierschule nach München.

Dort wurden wir von einem Majors in der Sprengausbildung unterrichtet. Wir wußten alle, dass der Majors eine junge Frau hatte, die damals schwanger war.

Wir waren an einem Morgen gerade im Unterrichtsraum, als ein Obergefreiter den Raum betrat und sich meldete.

„Obergefreiter Kalutrigkeit meldet gehorsam, der Herr Major ist Vater geworden.“

Unser Majors schaute erstaunt auf.

„Was bin ich geworden, Herr Obergefreiter?“ fragte der Major.

„Herr Major, ist Vater geworden. Ihre Gattin hat heute, vor 15 Minuten entbunden“, erwiderte der Obergefreite.

Der Major sah den Obergefreiten erstaunt, und der Gesichtsausdruck vermittelte den Eindruck, dass der Major den Inhalt der Meldung nicht ganz verstand.

„Einen Jungen oder ein Mädchen“, fragte der Major.

Der Obergefreite stutzte etwas, aber dann sagte er: „Zwillinge Herr Major.“

Doch jetzt stutzte der Major und tat so, als wenn er sich verhört hätte.

Er lächelte und sagte dann: „Habe doch gewußt, dass meine alte Flinte streut.“

„ich denke also bin ich“ und „ich denke, dass jeder ein Recht auf Zwillinge hat“

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