Freitag, 26. Oktober 2007

Sieben Jahre Ehe

Die ehemalige Landrätin von Fürth in Bayern, Frau Pauli, äußerte sich einmal dahingehend, dass eine Ehe vorerst einmal für den Zeitraum von sieben Jahre geschlossen werden sollte, und danach konnte man den Ehevertrag noch einmal verlängern, oder man könnte die Ehe als gescheitert er klä­ren, und jeder würde dann seine eigenen Wege gehen.

Diese Äußerung stiess bei ihrer Partei, der CSU, auf einen einhelligen oder auch scheinheiligen Pro­test.

Ich denke, ein derartiges vertragswerk würde die Gerichte entlasten, weil man schon alles vorher re­geln könnte. Der Hinweis auf die Familie als Kern oder Garant der Gesellschaft ist wohl subjektiv zu sehen, weil die Ehe ein künstliches Objekt darstellt, weil sie Ehe von Menschen geschaffen wur­de. Für die Priester, die im Mittelalter schon im Zölibat standen, war es einfach, mit einer verheira­teten Frau Geschlechtsverkehr zu haben, denn die Folgen aus diesem Geschlechtsverkehr, könnte dem Ehemann untergeschoben werden.

Die Bildung einer Ehe kommt in erster Linie von der Kirche her, später hat der Staat die Eheschlie­ßung übernommen, und diese in ihrer Gültigkeit für sich übernommen. Man verdient ganz gut daran und besonders bei Scheidungen.

Ich viel wie ich weiß, war eine Ehescheidung eine der Totsünden, und besonders die Frauen haben damals darunter gelitten. Dem Ehemann wurde sein Fremdgehen nicht angekreidet, nur wenn die Ehefrau fremdging, dann war es eine Totsünde.

Auch heute noch gibt es den Unterschied beim Fremdgehen, wenn auch nicht so krass, wie es früher der Fall war.

Die christliche Kirche hält noch immer an das Sakrileg der Ehe fest, also ist für sie die Ehe heilig, aber warum?

Ich sehe in der Eheschließung nichts Heiliges. Wenn die Kirche auch behauptet, die Ehe sei ein Werk Gottes, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Denn wenn die Ehe ein Werk Gottes sein soll­te, dann dürften die Priester nicht im Zölibat leben.

Ich könnte auch hier sagen, dass das Zölibat ein Werk des Satans sei, denn Gott will bestimmt nicht, das Menschen zwangsweise ihrer Bestimmung, Kinder zu zeugen, enthoben werden.

Wenn ich so den ganzen Hintergrund betrachte, der etwas mit der Ehe zu tun hat, dann verstehe ich den Vorschlag von Frau Pauli, und könnte mich mit diesem Vorschlag anfreunden. Ich bin selbst 43 Jahre verheiratet, es war und ist eine schöne Gemeinsamkeit von meiner Frau oder Gemahlin und mir.

Jetzt noch einmal zrück zum allgemeinen Thema.“der Ehe auf Zeit“.

Frau Pauli hat prinzipiell recht, wenn sie sagt, die Ehe dürfte nur eine gewisse Zeit dauern, denn der Mensch ist wie jede andere Tierart nicht zu einer lebenslangen Gemeinschaft nur mit einem Partner geschaffen. Vielleicht sollte es wirklich nur eine Ehe auf Zeit geben, wahrscheinlich wären die Menschen dann irgendwie glücklicher.

Wenn ich so die ehelichen oder auch nichtehelichen Gemeinschaften betrachte, so kann ich häufig feststellen, dass die Blicke der Partner nicht immer zum eigenen Partner gehen, sondern wie traumverloren nach anderen Partner Umschau halten.

Im Tierreich gehen die Partner auf Zeit auch fremd, vielleicht ist das das Besondere in der gesamten Tierwelt und auch evolutionsbedingt.

„ich denke also bin ich“ und „ich denke, jeder für sich sollte entscheiden, ob er eine Ehe auf Zeit will, aber jede Ehe ist eine Ehe auf Zeit, dafür sorgt schon Gevatter Tod“

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