Samstag, 13. Oktober 2007

Kinderarmut

Ich denke, Kinderarmut ist nichts Besonderes, weil wir die Kinderarmut aus der dritten Welt ken­nen. Aber was ist die Ursache dieser Kinderarmut? Eigentlich könnte man es ganz einfach beant­worten, die Eltern seien zu faul zu arbeiten.

Eine derartige Antwort ist doch wohl zu einfach und wirklich oberflächlich, weil wir alle wissen, oder es wissen könnten, dass Kapitalisten besonders in der dritten Welt Menschen für Niedrigstlöh­ne arbeiten lassen, die nicht einmal ausreichen, um Menschen überleben zu lassen. Deie Konzerne sprechen am Jahresende von Riesengewinne und deren Manager statten sich mit hohen Gehältern aus. Aber dass diese Gewinne aus der Armut der Bevölkerung der dritten Welt stammen, das sagt niemand, nicht einmal in den Medien tauchen die Namen der Ausbeuter auf, weil die von Daten­schutz reden, oder ihre Anwälte auf die Medien ansetzen, die sich abfällig über diese Konzerne be­zw.Manager geäußert haben.

Im Prinzip sagt man, jeder ist sich selbst der Nächste, und spricht dann von christlicher Nächstenlie­be. Aber Ausbeutung hat nichts damit zu tun, weil Ausbeutung der Bevölkerung immer die Armut der Bevölkerung nach sich zieht.

Besonders betroffen sind immer die Kinder, die unsere Zukunft sind, Aber für die Kapitalisten sind die Kinder die neue Generation von Sklaven, die man braucht, um auch in den nächsten Generation hohe Gewinne zu erzielen.

Von der Evolution könnte man sagen, es ist eine Art von Überlebensstrategie der Menschen, d.h.die Kapitalisten haben das Geld, um in ihrem Standard zu überleben, also das Überleben der nachfol­genden Generationen, aber wer garantiert das Überleben?

Es sind die Menschen, die die Arbeit machen, damit die Wirtschaft rundläuft und damit das Überle­ben ermöglicht wird. Aber würden jetzt die arbeitende Bevölkerung sagen, wir wollen nicht überle­ben, was wäre dann, wenn sie sich hinlegen, um zu sterben, was natürlich nicht passiert, weil jeder irgendwie überleben will, dann käme es zu einem erdrutschartigen Charakter, weil kein Kapitalist die Aufgabe eines Arbeiters übernehmen wird bezw. kann.

Nun gehe ich noch einmal zurück zur neuen Kinderarmut, damit will ich nur sagen, dass es in Deutschland schon einmal eine Armut gegeben hat, nach 1945, die ich selbst miterlebt habe.

Heute leben bestimmt an die 300 000 Kinder in eine Form von Armut, die bald der frühkapitali­schen Zeit ähnelt. Es ist immer frappierend, wenn Erinerungen auftauchen, die das bestätigen, dass der Kapitalismus die Menschen genauso in die Arbeit treibt wie der Sozialismus. Jede Form, die auf ....mus endet, ist ein Zeichen für Armut, daran geht kein Weg vorbei. Unsere Regierungsvertreter spucken große Töne, aber sind nicht gewillt, etwas gegen diese Armut zu tun, obwohl sie es könn­ten, denn sie sollten die Bevölkerung an dem Wirtschaftsbum teilhaben lassen, d.h.darauf achten, dass keine Hungerlöhne gezahlt werden, und Ganztagsschulen einrichten, in denen es wenigstens ein Mittagsessen gibt, und die Reichen, sich an den Kosten beteiligen, denn dadurch würden sie zei­gen, dass sie sich sozial angagieren.

Jetzt habe ich davon geredet, dass die Kluft zwischen Arm und Reich groß ist und daraus entsteht die Kinderarmut, auch in unserem Lande. Aber ich muß natürlich auch für die eine Lanze brechen, die ohne großen Aufhebens, etwas für die Menschen tun, die unsere aller Hilfe benötigen, trotzdem ist es noch zu wenig, aber es ist auch der Staat gefragt, und das sind wir alle, wir Wählerinnen und Wähler, denn wir wählen die Abgeordneten und damit auch die Regierung. Wir zahlen die Steuern zusammen mit den Konzernen und Handwerksbetrieben. Die Regierung verwaltet die Steuern, und sie müsste die Steuern so verwaltet, dass sie nicht unnötig ausgegeben werden. Aber um die Kinder­armut zu beheben, kann man doch Staatsgelder ausgeben, weil diese in dieser Form gut angebracht wären, als Luxusreisen auf Staatskosten, höchstens in den Knast.

Ich denke, jetzt hat die Regierung endlich begriffen, wenn auch reichlich spät, denn sie unterstützt die armen Familie finanziell, was ich auch gut finde.

„ich denke also bin ich“ und „ich denke, ich bin nicht arm, weil ich geistig rege bin“

Keine Kommentare: