Freitag, 26. Oktober 2007

Kathedralen höher als Moscheen

Es muss wohl ein Monat hergewesen sein, da las ich in einer Zeitung, dass ein ehemaliger Minister­präsident in einer Stellungnahme äusserte, dass die Kathedralen höher sein müssten als Moscheen. Dieser feine Demokrat hat zwischenzeitlich sein Amt niedergelegt, weil die Partei ihn nicht mehr als Ministerpräsident haben wollte.

Dieser Ex-Ministerpräsident ist streng-katholisch sowie einst der erste Bundeskanzler Adenauer, der Deutschland zu einem reinkatholischen land machen wollte.

Mir ist es unklar, wie man sich über die Höhe von Häusern bezw.Stätten der Besinnung für Gläubi­ge streiten kann. Eigentlich reicht es doch aus, wenn man sich in einem großen schlichten Raum zur Andacht oder zum Gebet trifft. Denn Gott ist es scheinbar egal, wie und wo man seine Gebete ver­richtet. Aber den Gläubigen ist es scheinbar nicht egal, denn ein Symbol für die jewielige Religion muss immer monströs sein, sonst schaut keiner auf die Kathedrale oder Moschee.

Ich muss aber gestehen, die christlichen und islamischen Gotteshäuser sind wirkliche Kunstwerke, sie sind von dem künstlerischen Wert her ein Symbol für die Kreativität der Menschen.

Aber einen Wettkampf zu veranstalten, wer hat das höhere Gotteshaus, entspricht nicht der Würde eines von der Vernunft geprägten Menschens. Wir sollten uns wirklich auf die Dinge konzentrieren, die sehr wichtig für die Menschheit sind, nämlich Klimawandel, wie man dem begegnen kann oder Armut und Hunger auf diesem Planeten zu beseitigen.

Es hilft nichts, wenn man einem fiktiven Wesen etwas erbaut und dabei vergisst, wie der größte Teil der Menschheit lebt und unter welchen Verhältnissen.

Wenn man von der Religion ausgeht, dann wird der Gott zuerst verlangen, dass den Menschen, die in Armut leben, geholfen wird, bevor man ihm durch den Bau eines Gotteshauses ein Denkmal setzt.

Irgendwie ist es schizophren, wenn Menschen in Armut leben, man nicht das Geld so verteilt, dass es den armen Menschen zugute kommt, sondern irgendeine Stätte baut, die nur den Kirchen etwas bringt, das Symbol der Macht, zu sagen, wir sind die , die bestimmen, was mit den Menschen ge­schieht.

Hier besteht ein Missverhältnis von tatsächlich gelebter Religion und nur dem Gedanken an Macht und Intoleranz.

Ich bin eigentlich, wenn man meine Religiösität betrachtet, ein Atheist oder so etwas Ähnliches, denn es gehe davon aus, dass das Leben dann beendet ist, wenn die Luft ausbleibt und das Organ Herz zur Ruhe übergeht.

Wie sagt die alte Bauernregel: „Liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer.“

„ich denke also bin ich“ und „ich denke, wir Menschen sollten tolerant bleiben“

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