Montag, 29. Oktober 2007

Facharbeitermangel

In den letzten Jahren wird landauf und -ab immer wieder der Facharbeitermangel angesprochen. Obwohl in den letzten zwei Jahrzehnten immerwieder auf dieses Problem hingewiesen wurde, aber die Warner wurden nur verlacht. Die Großbetriebe lösten ihre Lehrbetriebe auf und verließen sich auf das Aubildungssystem der anderen Länder, möglich Berufssuchende anzulernen, aber nicht richtig auszubilden. Für einen ungelernten bezw.angelernten Arbeiter zahlt man weniger Lohn, was dann in die Taschen der Vorstände fließt oder der Aktionäre.

Es führte dazu, dass die Bildung an den Schulen selbst in die Krise geriet, denn die Motivation bei den Kindern fehlte, einen guten Schulabschluss zu erreichen, um einen entsprechenden Beruf zu er­lernen.

Da es plötzlich nur wenige Ausbildungsstellen gab, blieb die Motivation bei den angehenden Aus­zubildenden aus. Sie fragten sich, warum soll ich etwas in der Schule lernen, wenn ich nicht ausge­bildet werde, um später mein eigenes Einkommen zu haben, und als Angelernter verdiene ich ge­nug, um meine persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen.

Zudem kam noch die Auslagerung von ganzen Betrieben in das Ausland, weil die Vorstände dieser Betriebe erhofften, mehr an Gewinne zu erzielen, wenn sie weniger Lohn bezahlen müssten.

Dadurch dass sie ihren Hauptsitz in Deutschland behielten, konnten sie die eigenen Produkte aus dem Ausland nach Deutschland wieder einführen, ohne Einfuhrsteuern zu bezahlen.

Aber der Nachteil war der, dass viele Firmen wieder aus dem Ausland nach Deutschland zurück­kehrten, weil dort im Ausland sehr viel Ausschussware produziert wurde, damit stieg auch die Ver­lustrate an Kapital der Firmen.

Im Ausland wurden die Mitarbeiter auch nur angelernt, aber es fehlten die älteren Mitarbeiter, die die jungen Kollegen einarbeiten konnten.

Entscheidend ist nicht das hemmungslose Ansteigen der Gewinne für nur wenige, sondern die Aus­bildung und Weiterbildung von Fachkräften sowie die bessere Ausbildung von Führungskräften, denn nur so das der Fachkräftemangel schneller behoben werden.

Wenn es in der sozialen Marktwirtschaft stockt, weil einige wenige eine Neigung zu frühkapitalisti­schem Verhalten zeigen, d.h. die Ausbeutung der Menschen, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages Insolvenz anmelden muss.

Volkswirtschaftlich gesehen, muss das Kapital auf dem Markt fließen, d.h.die Arbeitnehmer müs­sen soviel verdienen, dass sie Produkte der Unternehmen auch kaufen können. Ohne Verdienst kann niemand etwas kaufen.

Die Ausbildung von Fachkräften gehört zu marktwirtschaftlichen Erfordernissen dazu.

„ich denke also bin ich“ und „also bin ich weil ich denke“

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