Donnerstag, 4. Oktober 2007

1 €-Job

Ich hatte schon über den Mindestlohn geschrieben, und mich darüber ausgelassen, und dabei auch über diesen sogenannten 1 €-Job mich geäußert.

Warum der 1 €-Job? So fragen sich viele, die jetzt Hartz IV bekommen, früher hieß es Sozialhilfe, aber weil einer sich mit seinem Namen unsterblich machen wollte, benannte man die Sozialhilfe in Hartz IV.

Früher hielt man arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger regelmäßig an, eine Arbeit bei einer gemein­nützigen Einrichtung anzunehmen. Sie bekamen damals zur Sozialhilfe noch zwei Mark pro Stunde, aber brauchten nur vier Stunden täglich zu arbeiten. Meistens waren die Sozialhilfeempfänger bei der Kommune in der Gärtnerei oder in der Krankenhauswäscherei oder in den Friedhofsanlagen be­schäftigt. Es war nie eine schwere Arbeit, aber die Sozialämter wollten erreichen, dass sich die So­zialhilfeempfänger an den Arbeitsrhythmus wieder gewöhnen, und vielleicht einen Arbeitsplatz an­nehmen konnten.

Die Sozialhilfeempfänger wurden nie ausgenutzt, denn sie arbeiteten für die Allgemeinheit. Außer­dem wurde durch die Arbeit der Sozialhilfeempfänger kein Arbeitsplatz gestrichen.

In die Sozialhilfe fielen kranke und alte Menschen hinein, und Menschen die auf grund eines Sucht­problem auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden konnten. Es hieß auch, die Sozialhilfe soll dem in notgeratenen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.

Heute gibt es Hartz IV, was auch, im eigentlichen Sinne Sozialhilfe ist, aber jetzt werden die Hartz IV-Empfänger dazu angehalten, auch einen 1 €-Job anzunehmen. Hier beginnt die Ausnutzung des Menschen zur Sklavenarbeit, weil er über die Gebühr arbeiten muß, und nur ein geringes Entgelt bekommt. Der Mensch wird von dubiosen Firmen ausgenutzt, und wenn er Glück hat, dann be­kommt er seinen mageren Euro, aber manchmal schaut er auch auf seine leergebliebene Hand.

Wenn ich bedenke, wie ein Mitglied des Vorstandes eine Autokonzerns etwas zu Papier bringen kann, was den Menschen noch weiter in die Armut treibt, dann kann ich nur noch den Kopf darüber schütteln. Aber nicht nur dieser Mann ist daran Schuld, sondern auch die Politiker, die nicht die Courage haben, den 1 €-Job abzuschaffen, und dafür Arbeitsstellen bereitzustellen. Aber die Geld­gier der Vorstände und mancher vielleicht auch vieler Politiker, treibt die Menschen immer mehr in die Armut.

Ein 1€-Job sollte nur eine kurze Angelegenheit sein, und nur bei den Einrichtungen durchgeführt werden, die Menschen menschenwürdig anleiten können, ein ehemaliger Bundeskanzler Schröder und sein Freund Hartz sind dazu nicht in der Lage. Es wäre angebrachter gewesen, die Beiden hät­ten einmal sechs Wochen in einem 1 €-Job gearbeitet.

Arbeitsstellen mit ausreichender Bezahlung wären für das Volk angebrachter, auch sollten die Ein­kommen von Politikern, Ministern, Vorstände von Banken, Konzernen und Versicherungen etwas beschnitten werden.

„ich denke also bin ich“ und „ich finde den 1 €-Job beschissen“


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