Samstag, 8. September 2007

Waffengesetzänderung

Nach dem Vorfall an einer Schule in Jena, es muß 2004 gewesen sein, als ein Schüler mit Waffen die dortige Schule stürmte und Schüler und Lehrer tötete, da setzte man das Lebensalter für die Be­rechtigung eine Waffe zu besitzen vom 18.Lebensjahr auf das 21.Lebensjahr hinauf.

Jetzt, vor einigen Tagen kommt der Bundesinnenminister mit dem Vorschlag, dass man wieder ab dem 18.Lebensjahr eine Waffe mit Waffenschein erwerben könne.

Der Vorschlag ging mehr von der Waffenindustrie und von den Schützenvereinen aus.

Aber warum soll eigentlich ein Mensch Waffen haben? Es reicht doch aus, dass die Polizei, die Jä­gerschaft und die Sportschützen Waffen besitzen. Zudem ist die Bundeswehr bei uns Waffenträger und mit Recht, aber alle die Personen, die Mitglieder dieser Institutionen sind, wurden an diesen Waffen ausgebildet und können mit Waffen umgehen.

Bei den Schützenvereinen werden oft schon Jugendliche zum Schiesssport herangezogen und aus­gebildet. Die Waffen sind ausserhalb der Trainingszeiten in Waffenschränken untergebracht, und auch wird die entsprechende Munition von den Waffen getrennt, was bei den Polizisten, Soldaten und Jägern auch der Fall ist.

Zurück zur Änderung des Waffengesetzes, vielmehr des Versuchs, das Gesetz zu ändern. Es ist schon gescheitert, eigentlich im Vorfeld, denn kein Politiker, bezw. die Politiker, die in der Opposi­tion stehen, hat Lust, sich danach wieder anzuhören, mit welchem Leichtsinn Gesetze beschlossen werden, wenn wieder jemand Amok läuft. Gut hier kommen dann wieder die sogenannten Killer­spiele zur Sprache, obwohl sie meistens oder überwiegend nichts mit dem Amoklauf zu tun haben. Der Politiker hat immer eine Ausrede parat, wenn es darum geht, Unbequemlichkeiten aus dem Weg zu gehen.

Ich bin grundsätzlich für schärfere Waffengesetze, besonders dann, wenn eine Privatperson einen Waffenschein oder eine Waffenbesitzkarte beantragt. Er müsste dann, den Grund für die Beantra­gung genau begründen, auch dürfte ihm der Antrag nicht genehmigt werden, wenn er gut zahlt oder ein lieber Bekannter oder Freund ist.

Auch wenn jemand beim Waffenbesitz erwischt wird, und er hat sich die Waffe illegal besorgt, dann müßte die Strafe höher ausfallen als zur Zeit.

Waffen sind gefährliche Instrumente, was ich selbst weiß, weil ich 12 Jahre selbst Soldat war. In dieser zeit habe ich für verschiedene Einheiten Waffen, die neu waren, eingeschossen und richtig justiert, eine Sauarbeit. Dazu habe ich noch sehr viel mit Sprengstoff zu tun gehabt, und kenne die Gefährlichkeit von Waffen sehr genau.

Wenn jemand meint, er müsse sich aus Sicherheitsgründen eine Waffe anschaffen, dann sollte er das lieber lassen, denn der Waffenbesitz vermittelt nur eine trügerische Sicherheit.

Ich habe nach meiner Entlassung aus der Bundeswehr nie mehr eine Waffe angerührt, und es auch vermieden, für den Wohnbereich eine Waffe anzuschaffen, um eventuell Einbrecher in Schacht zu halten.

Um sich gegen Einbrecher zu wehren, ist man auf Glück des Zufalls angewiesen, d.h. den Einbre­cher überraschen, dann gefangennehmen, wenn man es vom Alter her noch kann. Aber Katze bleibt Katze, sie ist schneller als der Drei- oder Zweibeiner.

Lassen wir Bürger das Waffengesetz sowie es ist. Die Waffenindustrie soll sich nicht in Angelegen­heiten einmischen, die nur dem Wähler und seinem gewählten Abgeordneten etwas angehen.

„ich denke also bin ich“ und „ich habe keine Waffe also bin ich waffenlos“

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