Montag, 17. September 2007

Psychiater glauben am wenigsten an Gott

Warum sollten auch die Psychiater an Gott glauben, wenn sie nicht einmal an ihre eigenen Erfolge in der Therapie mit Menschen glauben. Es ist auch schwer an etwas zu glauben, an was viele Men­schen Glauben, besonders in Zeiten von Katastrophen, aber wenn es ihnen schon besser geht, dann ist auch das Symbol, an das sie glauben wieder verschwunden oder befindet sich im Nebel der Trübsinnigkeit.

Bei den Psychiatern ist es so, dass sie den Glauben von vornherein nicht mit in die Therapie von Menschen hineinnehmen wollen, damit sie kein gestörtes Verhältnis zum Glauben und zum Men­schen bekommen wollen.

Der Psychiater selbst fixiert den Menschen und dessen Probleme, die ja von dem Menschen selbst, also vom Patienten, produziert worden sind. Nur da hat er die Möglichkeit, dem Menschen zu hel­fen. Allein mit dem Glauben kann er nichts anfangen.

Aber hier geht es nicht um den Glauben, wenn man nicht an Gott glaubt, sondern daran, dass für den Psychiater, Gott nicht da ist , denn wenn man den Glauben heranzieht, um einem Menschen zu helfen, dann wird es schwierig, dem Menschen klar zu machen, auch ohne den Glauben fertig zu werden.

Ich glaube auch nicht an Gott, denn wo soll er sein. Er ist nur eine fiktive Gestalt, die die Gestalt vom Menschen bekommen hat. Er hat genau das gleiche Verhaltensmuster, das auch Menschen zei­gen.

Wir Menschen suchen immer etwas, woran wir uns emotional festhalten können. Fehlt dieser Halt, dann erfinden wir etwas, was uns Halt geben kann.

Wenn es einen Gott geben würde, dann hätte er schon etwas unternommen, dass auf unserem Plane­ten Frieden herrschaft, aber davon gibt es keine Spur.

Die Kirche hält am Glauben fest, weil der Glaube eine gute Einnahmequelle ist, damit die Priester­schaft ein ausreichendes Einkommen. Aber ich gönne es ihnen, warum nicht, denn wir werden auch von anderen beschiessen.

Also haben die Psychiater keinen Gottesglauben, aber ich finde es fein, dass sie wenigstens ihren Patienten den Glauben lassen, mir wäre es schnuppe, obwohl ich könnte eigentlich wieder einmal meine Scheinheiligkeit ins Spiel bringen.

„ich denke also bin ich“ und „ich glaube nicht, weil es nichts zu glauben gibt“

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