Sonntag, 16. September 2007

Gibt es das Böse?

Nun ja, wenn man bedenkt, dass viele Menschen dieses Wort, das es in vielen Sprachen gibt, aus­sprechen und darüber abfällig und verbittert denken, dann muss schon etwas daran sein, wenn man sich die Frage stellt „gibt es das Böse?“.

Eigentlich ist das Böse nur ein Begriff, der dann verwendet wird, wenn jemand gegen die geltenden Regeln einer Gesellschaft verstösst, oder wenn die Menschen etwas tun, was in den Augen der an­deren Menschen etwas Schreckliches ist.

Die Evolution hat dem Menschen diesen Begriff „Böse“ nicht mitgegeben, auch genetisch ist dieser Begriff nicht verankert. Wir Menschen haben ein Triebpotential, was auch andere Lebewesen ha­ben, so dass sie überleben können, bezw. die Art Mensch überleben kann.

Aber da wir Menschen ein kulturelles Gut entwickelt haben, das über den Triebbedürfnissen des Menschen steht, so sind wir zu gespaltenen Persönlichkeiten geworden. Einerseits leben wir mit dem Potential, was uns die Evolution mitgegeben hat, aber andererseits müssen wir mit anderen Menschen zusammenleben, so dass wir eine kulturelle Basis geschaffen haben, um das Zusammen­leben gestalten zu können.

Hier kommt es dann zu unterschiedlichen Meinungen, was böse ist und was nicht, d.h. das Handeln und Verhalten des einen Menschen kann böse sein, so die Regeln der Gemeinschaft aber nicht die von einigen Menschen, dann wieder kann das Handeln und Verhaltens eines Menschen nach den Regeln der Gemeinschaft nicht böse sein, aber nach der Meinung von einigen Menschen kann es doch böse sein.

Vom „Bösen“, so will ich es einmal nennen, geht immer eine Schuldzuweisung aus, d.h. immer an­dere haben Schuld an dem, was passiert ist.

Hier muss ich wieder einmal in unsere Vergangenheit zurückgehen, denn hier offenbart sich eigent­lich das, was man als real bestimmen kann.

Unsere Vorfahren waren Nomanden, die sich ständig auf Wanderschaft befanden, denn sie suchten neue Jagdreviere, um überleben zu können. Dabei kamen sie anderen Horden in die Quere und na­türlich gab es Zoff zwischen diesen Gruppen. Der Meistens damit endete, dass ein Gruppe niederge­macht wurde und Frauen und Kinder wurden in der Gruppe der Sieger aufgenommen. Für die Men­schen war es das Leben, und es war nichts Böses, wenn man, um zu überleben, andere Menschen tötete.

Mit der Sesshaftwerdung und der Bildung von größeren Gemeinschaften wie Stämme und Völker, wurde auch die Führungsschicht dieser Gemeinschaften gebildet. Aber auch hier ging es nur um das Überleben der Gemeinschaft und ein geregeltes Zusammenleben innerhalb der Gemeinschaft. Jetzt kommt das, was dann dazu führte, dass das Böse plötzlich erschien, aber mit der Entwicklung von Religionen. Es gab Götter, meist noch Naturgötter und Dämonen. Die Dämonen wurden dann über­wiegend als böse angesehen.

Auch die hebräische Religion, das „Alte Testament“ zeigt das Böse im Menschen auf. Doch in Mo­ses 1 erschuf Gott die Erde und alles was zur Erde gehörte innerhalb von sechs Tagen, doch dann war er fertig und brauchte ein Pause, die legte er dann am siebenten Tag ein. In diesen sechs Tagen, also am sechsten Tag schuf Gott den Menschen nach seinem Ebenbild. Ich lasse es einmal so ste­hen, aber wenn wir nach Gottes Ebenbild geschaffen wurde, dann muß Gott selbst etwas in sich ha­ben, was man als böse bezeichnen kann.

Ich sehe im Menschen das, was er wirklich ist, eine Tierart, die sich von anderen Tierarten abheben konnte, indem sie kreativ wurde und begann, die Erde zu zerstören und Tierarten zu vernichten.

Wenn man es so will, dann ist das Böse da zu suchen, denn strenggenommen ist das Böse, der Mensch. Aber er ist der Meinung, das Böse sei Satan und diejenigen, die mit Satan kooperieren. Ich sehe darin, nur eine Schuldzuweisung an jemand, den es nicht gibt.

Heute schimpft Bush auf die sogenannten Schurkenstaaten und beschimpft den zugedröhnten Bin Laden als das Böse, aber wenn man genau hinsieht, ist doch eigentlich Bush und seine kriminellen Wirtschaftbosse das Böse. Vielleicht bin ich auch das Böse, also habet Angst vor mir.

„ich denke also bin ich“ und „ich denke das Böse gibt es nicht“

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