Sonntag, 9. September 2007

Bibel

Was ist eigentlich die Bibel? Wenn man hat und sie durchliest, dann stellt man fest, besonders wenn man zwischen den Zeilen liest, dass dieses Buch ein Werk von Menschen ist. Sie wurde angeblich 1000 v.Chr. von den Hebräern geschaffen. Jetzt muß man sich einmal die Situation vorstellen, dass Nomadenstämme durch die wüstenhaften Landstriche ziehen, immer auf der Suche nach neuen Weideplätzen für ihre Ziegen- und Schafherden. Dann gab es noch die stillen Nächte, meistens eis­kalt, wenn sich der sternenklare Himmel über die Wüste auftat und die Hirten schauten in diese Sternenpracht, und was geschah dann?

Sie dachten nach. Aber worüber dachten sie nach, doch nicht darüber, ob in dieser Nacht die Raub­tiere durch das Sternenlicht eine bessere Sicht für ihre Ausflüge hatten? Nein, darüber bestimmt nicht, sondern wer hat das alles geschaffen, die Sterne, den Mond und die Sonne?

Auch tagsüber kamen die Gedanken auf, wer könnte das Land geschaffen haben, die Menschen und die Tiere und die Pflanzen?

Dann kamen durch die Situation von Durst und Hunger auf, sie waren dann manchmal im Delirium, nicht besoffen, und sahen dann Bilder, die ihnen ihre eigenen Gedanken vorgaukeln, durch das Ge­hirn, das wußten sie damals nicht, was auch heute der größte Teil der Menschheit auch nicht weiß.

Dann kam plötzlich der Gedanke auf, es könnte ein höheres Wesen gewesen sein, das alles erschaf­fen hat. Man mußte diesen Wesen einen Namen geben, also war es Gott.

Dieser Gott wurde nach den Wesen der Menschen geschaffen, er hatte alles das, was auch der Mensch hatte. Also hat der von Menschen erschaffene Gott die Wesenszüge der Menschen. Der Gott kann gütig sein, er kann bestrafen, und er kennt auch die Rache. Wenn es nicht nach seinem Willen geht, dann kommt die große Keule.

Bis heute schiebt man dem Gott alles unter, besonders die die Katastrophen oder auch die Unfähig­keit des Menschen, etwas zu ändern, damit es zu keinen Katastrophen kommt.

Im Prinzip ist die Bibel ein Gesetzeswerk, das das Zusammenleben von Menschen regelt. Wer ge­gen die Gesetze verstößt, der wird bestraft. Die Bibel ist als Gesetzeswerk häufig geändert worden, denn die Änderungen von Passagen kann man auch in den Texten nachlesen. Aber die Bibel ist auch ein philosophischen Werk, denn vieles in der Bibel kann das Zusammenleben von Menschen erleichtern, und auch dem Menschen Lebensweisheiten mit auf den Weg durch das Leben geben.

Gut, ich selbst halte mich nicht an die Bibel, wenn ich meinen Gang durch die Instutionen des Le­bens mache, aber es gibt auch andere philosophische Literatur, die sich nicht auf ein höheres Wesen als Vorbild beschränken, sondern die den Verstand des Menschen ansprechen, und alles was er mit seinen Sinnen wahrnimmt, diese Wahrnehmungen verarbeitet und in persönliche Lebensqualität umsetzt.

Alle Werke, die die Menschen erschaffen haben, sind von Qualität und geben Hinweise, wie man sein Leben gestalten könnte, aber jeder muß seinen eigenen Weg finden.

Man kann alle Werke lesen, aber man sollte die Passagen für sein persönliches Leben umsetzen, die auch diesem Leben angepasst sind. So habe ich auch die Bibel gelesen, aber nur aus der Sicht, dass es ein Werk von Menschen ist, und nicht den Anspruch darauf zu haben,ein Werk von Göttern zu sein.

Aber wer daran fest glaubt, dem sollte man diesen Glauben nicht nehmen, denn auch mit dem Glau­ben, lässt es sich gut eben, warum auch nicht.

Wirklich es sind keine Lebensweisheiten, davon bin ich noch weit entfernt, ich fange erst an, wenn es keine Menschen mehr auf der Erde gibt, obwohl dann, kann ich meine Weisheiten für mich be­halten, vielleicht gibt es Wildschweine, die meinen Worten folgen können.

„ich denke also bin ich“ und „ich bin also denke ich“

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