Sonntag, 19. August 2007

Symbol der Kreuzigung

Als ich über Pilatus etwas schrieb, habe ich mir auch gedanken gemacht, was die Kreuzigung von Jesus auf sich hatte. Die Kreuzigung war eine Todesart oder auch Hinrichtungsart, die von den Römmer bevorzugt wurde, schon vor der Anwesenheit von Jesus.

Wie alle Religionen hatte auch die jüdische Religion eine Darbringung von Opfer. So weit es aus den Texten der Bibel hervorgeht, brachte man auch anfänglich Menschen als Opfer dar. Dieses Menschenopfer sollte die Götter beruhigen und besänftigen. Auch im jüdischen Glauben gibt es diese Opferbereitschaft. So sollte Abraham seinen ältesten Sohn Gott als Opfer darbieten, aber Gott soll Abraham gesagt haben, dass er dieses Opfer nicht wünsche bezw. haben wolle. Damit hörte die Opferung von Menschen auf, so aus den biblischen Texten, aber ob die Opferung von Menschen wirklich aufhörte, das entzieht sich meiner Kenntnis. Tieropfer wurden weiterhin gebracht. Es gibt Religionen, die heute noch in ihren Riten darauf bestehen, dass Tieropfer gebracht werden.

Woher kommt eigentlich, dass lebende Wesen, Menschen und Tiere, geopfert werden? Vielleicht ist es ein Relikt unserer Vergangenheit, unserer Vorfahren, die glaubten, wenn man den Göttern ein blutendes Opfer bringt, dass sie sich dann freuen? Aber die Götter haben sich nie geäußert. Viel­leicht lag es auch an den Priestern dieser Religionen, die aus ihrem perfiden Verhalten heraus, sich freuten, wenn die Opfer schrien und das Blut spritzte? Es kann auch sein, dass das Blut der Opfer in einer Schale oder einem anderen Gefäss aufgefangen wurde, und die Priester tranken dann das Blut der Opfer?

Es ist eigentlich alles möglich, besonders dann, wenn Menschen ihre hand im Spiel haben, weil nur Menschen sich etwas Perverses ausdenken können.

Auch die Kreuzigung war eine Opferung eines Menschen, d.h. er hat sich selbst geopfert, für seine philosophischen Grundsätze, die heute als Religion verstanden werden.

Jesus wollte die jüdische Religion reformieren, aus welchen Grunde, darüber kann man nur Vermu­tungen anstellen, ich kann euch den Grund für die Reformen nicht erklären, ich war damals nicht dabei, ich glaube, ich war damals in Indien unterwegs, aber ohne zu kiffen.

Er wußte schon, wenn er mit neuen Ideen kommt, dann wird er die Hohenpriester und Schriftge­lehrten aufschrecken, denn eine Reform könnte die Machtansprüche dieser Männer erheblich ein­schränken, also muß irgendetwas gegen diesen selbsternannten Reformer unternommen werden, und warum sind die Römer da, die sollen gefälligst etwas tun.

Also war jetzt Jesus nicht mehr der Reformer einer Religion, sondern er war ein Widerstandskämp­fer, der gegen die Besatzungsmacht, hier Römer, erheblichen Widerstand leistete, angeblich. Die Religionsmafia machte dem Pilatus klar oder wollte es, dass Jesus mit Worten rebellierte und Bara­bas mit dem Schwert. Pilatus war es egal, wenn r auch nicht an die Macht des Wortes glaubte, aber er dachte, wenn die Hohenpriester und Schriftgelehrten das Wort so deutlich in den Vordergrund stellen, als wenn es schlimmer sei als ein Schwert, dann kann man auch diesen Rebellen des Wortes gefangennehmen.

Jesus wurde aber von der Tempelwache gefangen genommen, nicht von den Römer. Pilatus distan­zierte sich dann von der Kreuzigung, er sagte angeblich „Ich wasche meine Hände in Unschuld“, aber hinrichten ließ er Jesus.

Die Römer richteten die Verurteilten am Kreuz, d.h. der Verurteilte wurde an das Kreuz mit Leder­riemen festgebunden, und diese wurden regelmäßig nass gemacht, so dass sie in der Mittagshitze trockneten und sich zusammenzogen, sehr schöner Schmerz. Also wurde Jesus nicht an das Kreuz genagelt, er wurde an das Kreuz gebunden, auch nicht angenehm und ein barbarischer Akt.

Aber wie kommt es dann zu den Wunden an Händen und Füssen von Jesus, wenn er nicht an das Kreuz festgenagelt wurde?

Man hatte nachträglich erst mündlich, dann schriftlich über eine Kreuzigung berichtet, weil der Je­sus von den Römern an das Kreuz genagelt wurde. Dann schuf man Skulpturen, die einen Mann am Kreuz zeigten, der dort mittels Nägeln gehalten wurde, und damit erklären sich die Wunden an Händen und Füssen von Jesus, der Gott ein Blutopfer brachte. Die Kirche verteilt auch beim Abendmahl Plätzchen und Wein und der Priester spricht dann, vom Leib und vom Blut Jesus, natür­lich nur symbolisch.

Der Märtyrer, die in den Arenen der Römer umkamen, weil sie Christen waren, brachten auch ein Blutopfer für ihren Glauben und damit auch für ihren Gott, anders kann ich es mir nicht vorstellen.

Aber ich kann von dieser Selbstopferung nichts abgewinnen, denn auch die Selbsttötung (Suicid) wäre ein Blutopfer an Gott, weil man sein Leben, bevor es auf natürliche Weise zu Ende ist, been­det. Lassen wir es dabei bleiben, denn in us selbst ist die Bereitschaft, einem Gott oder den Göttern ein lebendes Opfer zu bringen, auch wenn man es selbst ist.

„ich denke also bin ich“ und „ich bringe kein Opfer denn das Leben ist kostbar“

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