Mittwoch, 29. August 2007

Sport ist Mord

Diese drei Worte habe ich schon oft gehört, mir aber dabei nichts gedacht, bezw.diese Worte sind in ein Ohr hineingegangen und aus dem anderen wieder hinaus. Doch heute seh ich auch den Sport an­ders. Warum?

Bewegung, spazieren gehen oder wenn das nicht geht, weil die Füsse nicht mehr tragen, nach dem Film „Soweit die Füsse tragen“ es gab auch ein Buch davon, kann man auch als Zwei- oder Drei­beiner mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren. Wichtig ist es, sich nicht zu sehr anstrengen, denn alles was in einer unkontrollierten Tätigkeit ausartet, kommt vom Bösen und wird zum Fluch gegen den eigenen Körper. Es ist schwer, die goldene Mitte, auch im Sport, einzuhalten.

Die sogenannten Sportwissenschaftler kennen den Sport nur aus der Theorie, denn selbst wenn man wie ich über 50 Jahre, teils Hochleistungssport und Leistungssport betrieben hat, der weiß darüber ein Liedchen zu singen. Ich war in dieser Zeit nie gedopt, was man an meinen Leistungen nachvoll­ziehen konnte. Einmal war ich hervorragend, dann war meine Leistung unter aller Sau, selbst die Wildschweine hätten darüber gelacht.

Wir Menschen sind zum Jagen geschaffen, aber nach jeder Jagd, wenn sie erfolgreich war, kommt eine entsprechende Entspannung, in Form einer Pause.

Bei mir war es schwierig, besonders in den Jahren, wo sich der Sport in die Psyche festgesetzt hatte, ein richtiges Verhältnis zur Bewegung und Entspannung zu finden. Ich war immer der Meinung, ich könnte bis zum 100-dersten Lebensjahr auf eine Arschbacke den Leistungssport durchziehen, aber ich habe die Rechung nicht mit dem Wirt gemacht. Der Wirt hier ist der Körper, und der macht nicht sehr lange mit, obwohl ich diesen Unsinn sehr deutlich überzogen hatte.

Ich will hier den Sportwissenschaftlern nicht zu sehr auf die Füsse treten, denn Bewgung ist sehr gut für den Menschen, weil er ein Bewegungstier ist, aber man darf sich nicht zu viel bewegen, da­mit nicht das Problem auftritt, dass man vor lauter Bewegung erst psychisch und dann physisch krank wird, bei mir war es hauptsächlich physisch.

Heute habe ich ein anderes Verhältnis zum Sport, denn ich gege hauptsächlich spazieren oder fahre einmal mit dem Rad, jedoch nicht wie ein Weltmeister, der nur Rekorde jagt, sondern gemütlich, so dass man mit anderen Menschen einen gemütlichen Plausch führen kann.

Was mir in den letzten Jahren aufgefallen ist, das sind die Meldungen in den Medien über den Tod von Leistungssportler. Die meisten starben durch Herzversagen. Vor einigen Tagen verstarb ein spanischer Fussballspieler im Alter von 22 Jahren an den Folgen von mehrfachen Herzstillständen. Was die Ursache ist, das weiß bis jetzt keiner, hoffentlich findet man sie bald.

„ich denke also bin ich“ und „wer Sport treibt ist selbst Schuld“

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