Donnerstag, 30. August 2007

Religiöses Gedächtnis

Im Dokumentenkanal vom ZDF kam vor einigen Tagen ein wissenschaftlicher Bericht aus der Hirnforschung. Ein Forscher berichtete über die Erforschung von Gehirnteilen, so auch die Frage, ob die Religion in einem Teil der Gehirns genetisch bei der Geburt eines Menschen vorhanden ist. Diese Forschung kommt insbesondere aus der USA, und aus diesem Grunde bin ich vorsichtig, die Forschungsergebnisse zu akzeptieren, weil Forscher in der USA sehr viel christliche Schematas in die Forschnung einbauen, so jetzt auch die Religion, die schon im Gehirn vorhanden sein soll, be­vor man selbst bewußt die Religion erlebt.

Ich weiß nicht, ob man es so übernehmen kann, denn das Gehirn eines Menschen liegt brach, also ist aufnahmefähig und kann noch bis ins hohe Alter trainiert werden, was früher bezw. vor Jahren noch abgelehnt wurde.

Zurück zum religiösen Gedächtnis, so wird es von der Forschung begrifflich festgelegt. Ob es wirk­lich ein religiöses Gedächtnis gibt, das bezweifel ich, weil die Hinwendung zur Religion später er­folgt, wenn man sich über das leben Gedanken macht, also philosophiert.

Auch die Menschen in der Frühzeit haben so die Beziehungen zu ihren Göttern, Naturgeistern und Dämonen aufgebaut, indem sie über die Vorgänge in der Natur nachdachten. Einige waren beson­ders fleissig im Nachdenken und haben dann eine Religion aufgebaut, um damit ihre Mitmenschen zu binden, zu unterdrücken oder zu versklaven.

In erster Linie ist es die Phantasie des Menschen, die vorgibt, dass es etwas geben muß, das über al­lem steht, so eine Gottheit, ohne Furcht und Tadel, sowie die Comic-Figur „Prinz Eisenherz“ der edle Ritter hatte im Kopf einen Eisensplitter.

Zurück zum religiösen Gedächtnis. Es ist wirklich schwer einen Fötus zu fragen, ob er Gott kennt oder an einen Gott glaubt. Andererseits hat ein Mensch, der schon längere Zeit auf dieser Erde ver­weilt, in seinem gedächtnis viel aufgebaut, so auch religiöses Gedankengut.

Von daher gesehen kann man schon daraufkommen, dass der Mensch ein religiöses Gedächtnis. Aber wir können auch nicht die Menschen aus der Frühzeit befragen oder untersuchen, ob zu der Zeit schon ein religiöses Gedächtnis oder so etwas Ähnliches vorhanden war.

Aber ist wieder typisch für die Wissenschaft, wenn man glaubt, dass der heutige Mensch ein religi­öses Gedächtnis, dann wird wieder hoch gerechnet, d.h. dass die Menschheit, alle Menschen ein re­ligiöses Gedächtnis haben.

Mit diesem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden, weil ich die Erkenntnis habe, das ein Gehirn offen ist, d.h. es kann durch Lernen seinen Inhalt gestalten, und wenn es etwas über Religion lernt, dann nimmt es das Gelernte auch so auf.

Nur so könnte es zu einem religiösen Gedächtnis kommen. Also sind diese angeblich neuen Er­kenntnisse eine Verarsche der nicht wissenschaftlich versierten Menschen. Ich finde es einfach blöd, wenn man neue Forschungsergebnisse vorstellt, die voraussichtlich keine sind, sondern sollen den Geldgeber nur beruhigen, nach dem Motto, Onkelchen schau her, wir machen etwas für das geld, denn wir haben etwas Neues erforscht.

Aber lassen wir es so, wie es ist, denn verändern kann man sowieso nichts, weil man keine Chance hat, derartige Ergebnisse nachvollziehen zu können.

„ich denke also bin ich“ und „ich denke wir sind alle behämmert“

Keine Kommentare: