Freitag, 17. August 2007

Martin Luther

Der Mönch Martin Luthar schlug vor etwa 500 Jahren 95 Thesen an die Kirchentür in Wittenberg, um gegen den Ablasshandel zu protestieren, der damals getätig wurde, um die Peterskirche in Rom, im Vatikan, bauen zu können. Ja, die Kirche brauchte schon damals viel Geld, um ihre Bedürfnisse befriedigen zu können. Mit Spenden und Vererbungen aus Vermögenswerte schaffte die Kirche ein ansehmliches Vermögen, was heute noch der Fall ist. Die Gläubigen sollen für die Armen spenden, aber ein Teil der Spenden bleibt an den klebrigen Fingern der Kirchenfürsten hängen.

Zurück zu Martin Luther. Ob es der Ablasshandel direkt war, der seinen Protest gegen die Kirche beeinflusste, ist zweifelhaft.

Er wollte die damalige Kirche reformieren, d.h. er wollte auch das Zölibat ändern, aber auch die Sprache im Gottesdienst, denn nach seinen Vorstellungen sollte die Predigt in der deutschen Spra­che gehalten werden, damit es jeder Gläubige versteht, was von der Kanzel gepredigt wird.

Die äußere Form seines Protestes war die Kirchensprache und das Verhalten der Kirchenmänner, wie sie Vermögen für sich und für die Kirche scheffelten. Aber der eigentliche Grund war das Zöli­bat der Priester und Mönche, an welches sich die Kirchenfürsten, einschließlich der Papst, nicht hielten.

Damit, mit diesem Protest, schwor Luther Unmut der Kirchenfürsten herauf, so daß es zu einer Ächtung seiner Person kam, d.h. er wurde für vogelfrei erklärt.

Er wurde von einem weltlichen Fürsten versteckt, und zwar hielt er sich in der Warthburg bei Ei­sennach auf. Dort übersetzte er die Bibel in die deutsche Sprache und erfüllte seinen eigenen Traum , dass der Gottesdienst in deutschen Kirchen in deutscher Sprache abgehalten wird.

Er verließ sein Versteck, so nach einigen Jahren und heiratete eine ehemalige Nonne. Jetzt mit der Reform der Kirche bezw. mit der versuchten Reform der römisch-katholischen Kirche hatte er er­reicht, daß viele weltliche Fürsten auf diese Reform aufmerksam wurden, diese aus eigennützigen Gründen unterstützten, z.B. konnte man sich jetzt schneller von einem ungeliebten Weib scheiden lassen, denn früher musste der Papst befragt werden, und nur gegen eine hohe Geldsumme an den Vatikan, konnte ein Scheidung erlaubt werden.

Es folgten Kriege im Namen der Kirchenreform und deren Gegner. Dabei ging es eigentlich nicht um die Kirche, sondern es ging wie immer um die Macht und um Eroberungen.

Luthar war nur bereit, die Kirche zu reformieren, und er schuf damit eine neue Kirche, keinen neu­en Glauben. Jetzt gab es zwei verschiedene Konfessionen. Die Priester der Protestanten durften jetzt ehelichen, die römisch-katholischen Priester mußten auf Frau und Kinder verzichten, so jedenfalls öffentlich, aber ansonsten waren sie im Kinderzeugen sehr fleißig, warum nicht.

Jetzt wollte ich eigentlich zu Kern, sehr kleinen Kern, meiner Gedanken kommen. Wie war das Verhältnis von Luther zu den kleinen Leuten wie Bauern und Handwerker sowie den Bürgern jüdi­schen Glaubens. Ich unterstelle hier, dass die Juden auch Bürger waren, nur mit einer anderen Reli­gion. Aber in Wirklichkeit hatten die Juden nirgends die bürgerlichen Rechte, denn im Prinzip wa­ren sie vogelfrei.

Den Bauernaufstand oder die Bauernaufstände im 16.Jahrhundert ünterstützte Luther nicht, weil er jetzt selbst an der Macht war, und diese nicht durch eine Revolte verlieren wollte. Also wetterte er gegen die Bauernaufstände.

Auch gegen die Mitbürger jüdischen Glaubens hatte er eine Antipathie, er war ein übler Antisemi­tist. Er bezeichnete die Bürger jüdischen Glaubens als Satanisten, d.h.diese waren mit dem Teufel im Bunde und beschuldigte die Juden des Mordes an Jesus.

Mit seiner Einstellung zu den Juden verbreitete er den Antisemitismus und begründete auch die Grundlage für die mörderischen Ausschreitungen der Nationalsozialisten gegen die deutschen Bür­ger jüdischen Glaubens.

Die evangelische Kirche stand zu den Nazis im dritten Reich und damit zur Verfolgung und Tötung der Bürger jüdischen Glaubens. Die römisch-katholische Kirche war wahrscheinlich nicht viel bes­ser, aber beide Konfessionen verschweigen heute noch, dass sie dem versteckten Antisemitismus frönen.

Auch die ganz großen Namen haben Leichen im Keller, man muß sie nur noch heben. Aber ich bin kein Leichengräber, darum lass ich allen ihre Leiche im Keller.

„Ich denke also bin ich“ und „Luther wollte die Macht also bekam er sie“


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