Dienstag, 28. August 2007

Ausländer wurden gejagt

Vor etwa 14 Tagen wurden in den neuen Bundesländern, bezw. in Sachsen, in dem kleinen Dorf Mügeln, acht Inder von 50 Deutschen gejagt. Ob die 50 Deutschen aus der rechtsradikalen Szene kommen, weiß man nicht so genau, oder man will es nicht wissen, so wie es oft schon gemacht worden ist, um die Außerländerfeindlichkeit in Deutschland zu verschleiern.

Es soll auf einem Dorffest in Mügeln geschehen sein. Das Eigenartige daran ist die Tatsache, dass die acht Inder an Markttagen in Mügeln als Händler auftreten, den Dorfbewohner also bekannt wa­ren. Wenn es so ist, dann dürfen nur Bürger von ausserhalb des Dorfes diese Inder gejagt haben. Und wenn es Bürger des Dorfes gewesen sein sollten, so besteht in diesem Dorf ein Bedarf an enor­mer Toleranz, die man auch zu DDR-Zeit sehr vermisste.

Über den Auslöser dieser Aktion ist nichts bekannt, ausser dass manche Bürger meinen, es sei bei dem Dorf zu einer Rauferei gekommen, die von den Indern angezettelt worden sei.

Immer sind es die Anderen, die daran Schuld haben, wenn sie Opfer werden. Aber Sachsen ist eine der Hochburgen der NPD, denn im Landtag von Sachsen ist eine Fraktion der NPD vertreten, die in der Vergangenheit oft in die Schlagzeilen gerieten, wegen ihrer fremdenfeindlichen Äusserungen.

Es ist beänstigend, wie die rechtsradikale Szene aufrüstet, nicht mit geistigem Gedankengut, son­dern mit Gewalt gegen Menschen, auch eigene Landleute bleiben davon nicht verschont.

Wer sich den Rechtsradikalen in den Weg stellt, muß sehr gut sein, mit den Fäusten, sehr viel ver­tragen können oder ein optimaler Sprinter sein.

Diese Aktion von deutschen Bürgern macht deutlich, was in der Bundesrpublik Deutschland, aber auch in der DDR, vergessen wurde, den jungen Deutschen die Geschichte des dritten Reiches nahe­zubringen, damit sie die politischen Argumente der rechten Szene kritisch gegenübertreten können.

Ich habe sehr viel über das dritte Reich erfahren und bedauer es, das in den Schulen alles ver­schwiegen wurde, was mit dem dritten Reich zu tun hatte. So wurden die Kinder von ihren Eltern beeinflusst, immer fremdfeindlich zu denken und zu handeln.

Die Vereinigung beider deutschen Staaten 1989 hat prinzipiell nichts gebracht, ausser das die Rechtsradikalen ein Ausweichquartier gefunden haben, in der neuen Bundesländern.

Ich freue mich, dass keiner der jagten Inder getötet wurde, aber gleichzeitig bedauer ich, dass diese Menschen gejagt und verletzt wurde, nicht nur körperlich sondern auch seelisch verletzt worden sind.

So etwas kann man nicht wiedergutmachen, auch nicht der Bürgermeister, der in seinem Interview eigentlich kein Bedauern zeigte, sondern auf Schuldzuweisungen aus war, hier gab er indirekt den Opfern die Schuld. So blöd kann man eigentlich nicht sein, aber es ist so.Für die tat der 50 Deut­schen gibt es keine Entschuldigung, sie sollten sich bei den Opfern entschuldigen, aber dass werden sie tun, weil sie sie feige sind. Erst die Klappe weit aufreißen, wie die Nazis im dritten Reich, aber dann nicht den Mut aufbringen, sich zu entschuldigen.

Ich hoffe nur, es geschieht nicht wieder.

„ich denke also bin ich“ und „ich bin auch nur ein Mensch“

Keine Kommentare: