Freitag, 27. Juli 2007

Skythen

Zur Zeit wird wieder ein Volk an die Öffentlichkeit gebracht, eigentlich mehr deren Kultur, das vor tausenden Jahren die Steppen Südrußlands bevölkerte. Es war ein Reitervolk, das auch ihre Erobe­rungszüge von Südrußland aus über das heutige Anatolien und den heutigen Balkan bis nach Süd­deutschland ausdehnte. Es soll ein sehr tapferes Volk gewesen sein und war bei seinen Feinden ge­fürchtet.

Aber nicht nur das kriegerische Element kam bei diesem Reitervolk zum Tragen, sondern auch die Kunst, die hohe Kreativität in der Herstellung von Kunstgegenständen, die man heute in geöffneten Gräbern von Fürsten dieses Volkes findet, die dort mit Grabbeigaben begraben wurden.Man fand auch Pferde in diesen Gräbern.

Das Pferd spielte bei diesem Reitervolk eine große, wenn nicht sogar eine entscheidende Rolle, denn es war nicht nur ein Transportmittel, sondern auch ein Freund und Weggefährte für dieses Volk, auf das sich die Skythen zu jeder Zeit verlassen konnten, wer kann sich schon auf Menschen verlassen.

Die Skythen hatten Gesetze, die aus dem Leben eines Reitervolkes entwickelten, und die dem Le­ben in der Steppen entgegen kamen. Auch das Nomadisieren war diesem Volk nicht fremd, denn man suchte ständig nach neuen Weideplätze, um den Herden von Pferden und anderen Nutztieren eine ausreichende Nahrung zu gewähren.

Diese Wanderungen führten oft zu Konflikten mit den ansässigen Völker, so dass eine kriegerische Auseinandersetzung mit diesen Völker nicht ausblieb.

So kam es dann zu einer Mischung von Kriegern und Hirten. Auch die Frauen hatten als Kriegerin­nen ihren Platz in diesem Volk, denn wer mußte die Zelte verteidigen, wenn die Männer im Kampf waren, das waren dann die Frauen.

Diese Mischung von Kriegern und Hirten in einem Reitervolk gab es noch bei den Mongolen und ihren Nachbarvölkern.

Das die Frauen gleichberechtigt in diesen Völker waren lag daran, dass es noch nicht die jüdische, christliche und islamische Religion gab. Die Skythen hatten ihre Götter und Geister bestimmt genau so wie andere Völker in damaliger Zeit, nur wurden damals die Urahnen verehrt. Es war eine für diese Steppenvölker angepasste Religion.

Zurück zu diesem Reitervolk. In kriegerischer Hinsicht unterlag es den gleichen Gesetzen der ande­ren Völker auch, d.h.die Männer eines anderen Volkes, das im Kampf besiegt wurde, wurden getötet so auch die Alten, aber Kinder und Frauen wurden in den Stamm aufgenommen, wenn auch zuerst als Sklaven, später fand eine Integration in den Stamm statt.

Jetzt sind auch die Skythen verschwunden, wie viele andere Völker. Sie verschwanden in das Dun­kel der Geschichte, nur ihre Kulturgegenstände, die erhalten geblieben sind wie Gold und andere Metalle, zeugen von einem hohen kulturellen Stand.

Hier erkennt man sehr deutlich, dass nichts ewig ist, sondern ständig der Vergänglichkeit ausgesetzt wird. Auch ich werde eines Tages verschwinden, wer denkt dann an mich, keiner, nicht einmal mein Furz.

„Ich denke also bin ich“ und „auch ich unterliege dem Wandel in Raum und Zeit“

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