Freitag, 13. Juli 2007

Ärzte als Terroristen

Nach den versuchten terroristen Anschlägen in Grossbritanien, es war vor etwa 14 Tagen, wurden bei den nachfolgenden polizeilichen Ermittlungen Ärzte, mit englischen Paß, festgenommen. Es stellte sich dann heraus, dass sie dem islamischen Glauben angehörten und sich zu den Islamisten gehörten.

Mir ist es egal, welche Religion ein Arzt ausübt, aber ich möchte mir schon sicher sein, dass er mei­ne Krankheit heilen kann, oder wenigsten so heilen kann, dass ich unter den Folgen nicht leide.

Aber ein Arzt als Menschenvernichter auf Grund eines Glaubens, dass war auch für mich momen­tan unglaublich.

Jetzt denke ich an die Vergangenheit in der Geschichte unseres Volkes nach. Von 1933 bis 1945 war bei uns in Deutschland ein totalitäres Regime an der Macht, das die Deutschen knechtete, aber die wenigsten merkten es. Es wurden Konzentrationslager eingerichtet. Die damaligen Machthaber meinten dazu, dass seien Lager zur Erziehung von Berufsverbrecher und Asozialen. Über jedem dieser Lager stand über dem Lagertor ein Spruch „Arbeit macht frei“. Aber diese Lager waren nur das Symbol für Unfreiheit des Volkes und seiner Knechtung sowie für die Morde an sechs Millio­nen Juden sowie die Ermordung von Menschen anderer Nationen.

Aber zurück zu dem eigentlichen Thema. In diesen Konzentrationslagern arbeiteten auch viele Ärz­te, die selbst überzeugte Nationalsozialisten waren, und ihre Tätigkeit in diesen Lagern ausnutzten, an Menschen Versuche durchzuführen. Nach diesen Versuchen wurden die Versuchspersonen von den Ärzten selbst getötet, oder das Töten wurde von diesen in Auftrag gegeben.

Jetzt folgt bei mir, nach kurzem aber intensivem Nachdenken, der Ausspruch“Ärzte sind auch nur Menschen“. Selbstverständlich sind sie Menschen, aber Menschen mit einer besonderen Verantwor­tung gegenüber anderen Menschen, die ihre Hilfe benötigen, weil sie krank sind.

Also ist der Arzt Heiler. Er hat eine Ausbildung als Heiler bekommen, und für ihn sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, Menschenleben zu retten, bezw. alles dafür zu tun, dass der behandelte kranke wieder genesen kann.

Jetzt wird man mir sagen:“Mein Lieber, aber es ist war, die Menschen sind alle unterschiedlich, auch eine Berufung als Arzt macht den Menschen nicht besser.“

Vollkommen richtig meine Lieben, ich weiß es schon, dass ihr Recht habt.

Mich stört es nur, daß eine Glaubensrichtung das Handeln eines Arztes bestimmt, denn er sollte als Arzt immer neutral bleiben, besonders, wenn er als solcher in die Öffentlichkeit tritt. Was er privat macht, das ist seine eigene Angelegenheit.

Hier stelle ich mir die Frage:“Darf ein Arzt bewußt Menschenleben vernichten, auch wenn er einer orthodoxen Glaubensrichtung angehört, die dieses von ihm verlangt?“

Jetzt habe ich zwei Seelen in meiner Brust: weil ich zuerst an die Freiheit des Menschen denke, der seine Entscheidungen frei treffen sollte; aber dann kommt auch der berufliche oder ethische Zwang eine andere Entscheidung zu treffen, die man nicht frei treffen kann.

Die Ärzte haben ihre Entscheidung nicht frei getroffen, weil sie unter dem religiösen Zwang diese Entscheidung trafen, Menschen zu töten, aber nicht zu heilen.

Heute bin ich glücklich, nie vor der Wahl gewesen zu sein, eine Entscheidung gegen meine ethi­schen Grundsätze zu treffen, hoffentlich bleibt es auch weiterhin so.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

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