Donnerstag, 12. Juli 2007

Kreationisten

Neulich las ich in einer Zeitung, dass die Evolutionstheorie ein Schwindel sei, und dass die Schöp­fungsgeschichte die Wahrheit über Gott und den Menschen darstellen würde. Und dann kamen noch einige Zeilen über ein Interwie mit der hessischen Kultusminister in, die sich dahingehend äußerte, dass imBiologieunterricht auch die Schöpfungsgeschichte neben der Evolutionstheorie unterrichtet werden müsse.

Das zeigt, daß es einige Menschen gibt, die wieder die Zeit des tiefsten Mittelalters herbeisehnen, vielleicht noch mit Hexenverbrennung und Folterung von Menschen mit Zange, Streckbank usw. Gefoltert wird auch heute noch, wenn auch etwas vornehmer, d.h. man sieht die Spuren der Folterung nicht sogleich.

Wenn man alles das, was der menschliche Geist bezw. Verstand alles an Wissenwertes erforscht und gefunden hat, dann kann man das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen, nur weil einige Nicht­wissende, Angst vor der großen Menge an Informationen haben.

Wir brauchen diese Informationen, um unsere Welt besser kennen und verstehen zu lernen. Denn die Vorgänge im Universum verändern sich ständig, so daß auch unser Heimatplanet eines Tages in die Sonne stürzt, bis dahin gibt es keine Menschheit und keine Leben auf diesem Planeten.

Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftlich bewiesene Theorie, und hat hat uns Einblicke in das Entstehen von Leben auf der Erde gegeben, und gibt uns neue Erkennisse über die Vergangenheit unseres Planeten.

Auch die Entstehung unseres Universums begann mit dem Uhrknall, und das erkennt man an den Fluchtbewegungen der Galaxien, und anhand von Farben im Universum, Spektralanalysen, kann man die Ausdehnung des Universums bestimmen, so soll das Universum 13 Milliarden Jahre alt sein.

Unser Planet soll etwa 4 Milliarden Jahre alt sein. Unsere Sonne hat eine theoretische Lebensdauer von etwa 15 Milliarden Jahren, in etwa 10 Milliarden Jahren wird sie sich zu einem roten Riesen aufblähen und anschließend zu einem Neutronenstern zusammenschrumpfen.

Die Schöpfungsgeschichte ist ein Phantasiegebilde von Menschen, die danach suchten, warum es Leben auf der Erde gibt. Und so begann der Mensch über sein Dasein nachzudenken, nicht zu for­schen, sondern er dachte nach. Und er stellte sich vor, dass es jemand geben muß, der alles geschaf­fen hat, und bei den Hebräern begann der Glaube an einem Gott, das war etwa vor dreieinhalbtau­send Jahren.

Man schrieb alles auf, wahrscheinlich erst auf Häuten der geschlachteten Tiere, später auf selbsther­gestelltes Papier.

Aus diesem Glauben ging der christliche Glaube sowie der Islam hervor.

Die orthodoxen Christen in der USA berufen sich auf die Schöpfungsgeschichte, denn für sie gibt es keine Evolutionstheorie. Für sie hat die Schöpfung vor sechs tausend Jahren begonnen, und in al­ter Mann mit langem Bart schuf die Erde und alles Leben darauf innerhalb von sschs Tagen, und am siebenten Tage legte er eine Ruhepause ein.

Die Geschichte ist ein guter Beweis für die menschliche Fantasie, aber allein mit der Fantasie läßt sich wissenschaftlich nicht forschen.

Schade, dass wir Menschen nicht an das halten, was man Forschung und Vermittlung von Wissen nennt, jeder Spaziergang in das Mittelalter der Menschheit ist ein Rückschritt für die Menschheit.

Ich bin froh drüber, dass ich mit meinem PC surfen kann, und damit auch sehr viel an Informatio­nen bekomme. Nach meinem Tode habe ich nichts mehr davon, aber auch nichts von der Schöp­fungsgeschichte.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, dass ich nichts weiß“

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