Donnerstag, 14. Juni 2007

Rot scheint die Sonne...

Heute morgen, als ich auf dem Balkon saß, so gegen 5.00 Uhr, es war schon hell, und ich sah in der Himmel, der leicht bewölkt war. Am nördlichen Horizont waren die Wolken etwas dunkler, aber nicht sehr viel. Aus diesen Wolken zuckten Blitze, aber es war kein Donner zu hören, man kann auch sagen, es war ein sogenanntes Wetterleuchten.

Es war eigentlich ein schöner Morgen, nicht sehr warm, aber angenehm. Am östlichen Horizont war die Sonne aufgegangen, und ihre Strahlen erleuchteten die Wolken, so daß man meinen konnte, die Wolken wären in roter Farbe getaucht worden. Es war kein kräftiges Rot, sondern mehr ein helleres Rot, aber schön anzusehen.

Als ich dieses Rot sah, fiel mir die Hymne der deutschen Fallschirmjäger ein, die ich als junger Soldat oft gesungen habe, besonders dann, wenn wir in die Transportmaschine „Noratlas“ stiegen, um zum Absprungplatz gebracht zu werden. „Rot scheint die Sonne, fertig gemacht...“ Für uns hatte dieses Lied ein besondere Bedeutung, nämlich Kameradschaft und Verbundenheit.

Es ist schon eigenartig, daß man sich dann an Dinge erinnert, wenn bestimmte Ereignisse, mögen sie noch so klein sein, eintreten.

Anschließend blieben meine Gedanken noch bei den Kameraden, die nicht mehr am Leben sind. Auch von das Beisammensein nur kurz war, so etwa vier Jahre, aber diese vier Jahre waren für mich damals die schönsten Jahre, die ich je erlebte, auch wenn es manchmal hart war in der Ausbildung und in den anschließenden Übungen (Manöver).

Jetzt im Alter, auch wenn man den Blick nach vorne richtet, lebt man auch mit oder von den Erinnerungen.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“ und „ich lebe, weil ich geboren wurde“

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