Dienstag, 12. Juni 2007

Kristallkinder

Vor einigen Wochen hatte ich im Gespensterweb über diese Kristallkinder gelesen. Im Forum vom Gespensterweb wurden diese Kinder als etwas Besonderes geschildert. Immer wenn ich so etwas lese, dann stellen sich bei mir einige Nackenhaare empor, und ich weiß dann Bescheid, daß da etwas ist, was mir nicht ganz koscher ist.

Ich habe dann gegoogelt, um an Berichte über diese Kristallkinder heranzukommen, was ganz gut geklappt hatte, so daß ich mir ein Bild darüber machen konnte.

Auch was ich gelesen hatte, war eigentlich nicht sehr tiefgründig, so daß man keine eingehende Analyse über diese sogenannten Kristalkinder machen konnte.

Für mich stellte der Inhalt dieser Berichte eines klar, daß ich um zwei wesentliche Punkte ging, daß dieses Menschen sehr intelligent und sehr sensibel seien. Als Summe beider Produkte ergab sich letztendlich die Summe, daß diese Menschen die zukünftigen Supermenschen seien.

Wenn ich meine Erfahrungen im Umgang mit Menschen und meine Beobachtungen über diese miteinander verbinde, dann ergibt sich aus diesen einzelnen Faktoren das Produkt, diese Kristallkinder sind genauso zu beurteilen wie alle anderen Kinder auch.

Wie ich das meine? Ganz einfach, wir Menschen sind alle Intelligent, außer denen, die meinen, sei seien etwas besonderes. Ich ersetze die Intelligenz einfach mit dem Begriff „Fähigkeiten“, weil der Begriff „Intelligenz“ mit Schulwissen verbunden ist, also mit vorgegebem und erlernten Wissen, aber nichts mit dem zu tun hat, um in der Natur zu überleben, denn dazu bedarf es andere Fähigkeiten. Unsere Vorfahren haben durch Versuch und Irrtum aus der Natur gelernt, d.h.sie haben etwas versucht, z.B.eine Tierfalle angelegt und haben gewartet, ob das Beutetier in die Falle ging. Wenn das Tier die Falle erkannte, dann hat es sich hingestellt oder hingesetzt und hat den im Gebüsch sitzenden Jäger den Vogel gezeigt und ist dann mit dem Hintern wackelnd fortgegangen. Die Jäger haben geflucht, weil sie keinen Erfolg hatten, nur einer wurde nachdenklich und kam dann auf die rettende Idee, wie man die Beutetiere besser in die Falle locken könnte. Das erzähle ich euch einmal später.

Jetzt kommt die Frage, was hat das mit den Kristallkindern zu tun? Eine berechtigte Frage, meine Lieben, sehr berechtigt sogar. Wir Menschen haben alle unsere Fähigkeiten, der eine mehr und der andere weniger. Aber das Verhältnis ist in der Menge gesehen immer ausgeglichen. Also unser Gehirn gibt vieles her, wovon wir anfangs gar nichts wissen, zudem speichert es sehr viel, was wir wahrnehmen. Je nachdem wo und wie wir aufwachsen, werden unsere Fähigkeiten den Umweltbedingungen angepaßt. Die Menschen im Polargebiet passen sich dort der Umwelt an, und entwickeln Jagdtechniken, um ihre Beutetiere besser zu jagen, und in anderen gegenden dieses Planeten werden wieder andere Techniken des Überlebens entwickelt.

Auch sind wir Menschen alle sensibel, auch die, die wir nicht für sensibel halten. Nicht nur die sogenannten Kristallkinder sind sensibel. Im Grad der Sensibilität gibt es auch Unterschiede, d.h.die Menschen sind alle in ihrer Sensibilität unterschiedlich veranlagt.

Mir fiel beim Durchlesen der Berichte nach etwas auf, daß besonders Eltern in ihren Kindern etwas Besonderes sehen, bei mir war es nicht der Fall, in mir hat man einen Anderen gesehen, als der ich bin, nur weiß ich nicht wer das war. Man kann in jedem eine besondere Fähigkeiten hineininterpretieren, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt.

Wenn ich Menschen über den Tisch ziehen bezw.verarschen will, dann erzähle ich auch viel, so zwischen Geistern und Außerirdischen ist alles drin. Nur nehme ich das nicht ernst, und verrate unter der Schilderung sehr schnell, daß es die reinste Verarsche ist, wenn es der Gegenüber merkt ist gut, wenn nicht dann auch. Mir geht es bei diesen Erzählungen nur um das Gesicht meines Gegenübers.

Die Kristallkinder sind ein Phantasieprodukt von Eltern, die in ihren Kindern eine Weiterentwicklung von neuen Menschen sehen also von Supermenschen. Dieses Phantasien sind das Produkt von Ängsten, die sie vor dem derzeitigen Leben haben und suchen nach eiem Halt, um leben zukönnen. Es ist wie mit der Religion, die dem Menschen eine Art von Schutz bietet, wenn etwas auf sie hereinbricht, was sie nicht aufhalten können, oder dem sie nicht ausweichen können. Hier kommen dann phantasievolle Vorstellungen, daß es bald Supermenschen gibt, die die Menschheit retten, aber auch den Planeten Erde.

Solange es den Menschen gibt, haben sich derartige Phantasien entwickelt und werden sich auch weiterhin entwickeln. Es gibt keinen Supermenschen jetzt und auch nicht in Zukunft, denn irgendwann sind auch wir und unsere ganze Art verschwunden.

„ich lebe um zu leben“ und „ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“



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