Donnerstag, 10. Mai 2007

schuldgefühle

Dieser begriff besagt soviel, daß der mensch ständig das gefühl haben muß, wenn etwas passiert, daß er schuld amn dem geschehen sei. Egal ob er es ist oder nicht.

Es beginnt schon mit der geburt des menschen, denn nach der christlichen religion ist er ein produkt der sünde, also ein wesen, daß schon den kern der schuld in sich trägt, darum wird dem menschen schon von klein auf an schuldgefühle eingetrichtert.

Überall trifft man auf hinweise, daß immer der mensch schuld an allem hat und vermittelt ihm so schuldgefühle, die bis psychischen leiden führen oder vegetative erkrankungen hervorrufen können.

Allein schon der begriff, den man häufig in urteilen der justiz antrifft, oder auch überwiegend, hat einen eigenartigen beigeschmack, denn man kann ein verhalten, das zu negativen auswirkungen verurteilen, aber ob es eine schuld ist, ist fraglich, aber in diesem zusammenhang kann man es schon verstehen, weil man den begriff benötigt, um opfer und täter auseinander zu halten.

Wenn ich schon beim strafrecht bleibe, denn kommt es in diesem bereich häufiger vor, daß rechtsanwälte bezw.verteidiger sich darum bemühen, nicht ihrem mandanten (straftäter) die schuld zu zuweisen, sondern dem opfer. Es wird solange dem opfer suggeriert, daß es schuld sei, daß der straftäter die tat begangen habe. Hier werden dem opfer schuldgefühle aufdogtriniert.

Gehen wir wieder zurück zur geburt eines menschen, schon hier wird dem kind das gefühl der sünde vermittelt, daß es aus dem sündhaften verhalten zweier menschen entstanden sei. Gut das homosexuelle keine kinder bekommen, denn dann wären dieses kind wirklich ein produkt der sünde.

Kommt es zu einer trennung der eltern, werden die schuldgefühle auf alle familienmitglieder abgewälzt, denn jder glaubt, an dieser trennung schuld zu sein.

Wird eine frau ständig von ihrem mann verprügelt, dann sucht die verprügelte frau die schuld bei sich. Denn die schristliche religion weist in ihren bibeltexten daraufhin, daß die frau dem manne untertan sei, also könne er mit ihr verfahren, wie er wolle. Auch gibt es oft die meinung, wenn ein mann seine frau lieben würde, dann müsse er sie auch züchtigen oder wenn er als vater seine kinder lieben würde, dann müsse er sie züchtigen. Also bin ich ein schlechter mensch, weil ich meine frau und meine tochter nicht liebe, denn ich züchtige sie nicht.

Auch hier könnten bei mir schuldgefühle entstehen, das gegenüber dem lieben Gott.

Oder irgendetwas anderes passiert, die mutter stirbt, und man hatte sie vorher nur wenig besucht, weil man weit entfernt von ihrem wohnort wohnte, dann spürt man auf einmal, wie die anerzogenen schuldgefühle in der psyche aufstehen und man hat das gefühl oder man bekommt das gefühl, an ihrem tod schuld zu sein. Was man natürlich nicht ist, weil der tod das natürliche lebensende ist, also braucht man keine schuldgefühle entwickeln. Auch dann nicht, wenn man die mutter nur mäßig oder gar nicht besucht hat.

Wir menschen haben eigene mechanismen entwickelt, um unsere sensibilität auszunutzen, mitmenschen richtig gefügig zu machen. Erst droht man mit strafen, wenn das nicht fruchtet, dann redet man vom gewissen, und wenn das nichts nützt, dann kommt der gang zur reue, schuldgefühle zu entwickeln.

Ich weiß es selbst, wie es ist, wenn man auf das falsche pferd in seinem leben gesetzt hat, aber es ist nicht die schuld eines menschen, denn es gibt keine schuld. Man hätte gar nicht hinhören sollen, wenn die mitmenschen etwas raten, denn die mitmenschen stecken in einem nicht drin, also können sie auch nicht wissen, was man will.

Im prinzip macht man es immer richtig, denn das leben hält die überraschungen bereit, auch braucht man keine schuldgefühle entwickeln und man sollte so leben, daß man keinem mitmenschen etwas antut, was man sich selbst nicht antun würde, aber man darf sich nicht von den mitmenschen bedrohen oder versklaven lassen, denn jeder mensch hat ein recht auf freiheit und leben sowie wie jedes andere tier und jede pflanze.

Es lebe die freiheit und das leben, sterben tun wir früh genug. Und wenn wir ein erfüllten leben, aus unserer sicht hatten, dann stirbt es sich auch leichter.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

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