Dienstag, 22. Mai 2007

"ich denke also bin ich

„Ich denke also bin ich“, welch einfache Worte erkenne ich, wenn ich sie mir anschaue, und eines Tages als mein Leitmotto genommen habe.

Also, wenn ich denke, dann bin ich anwesend, und wenn nicht, dann bin ich abwesend, aber stimmt es wirklich so, oder unterliege ich einer Illusion.

Descartes hatte diese Worte ausgesprochen, und er wird als Schöpfer dieser Worte in Verbindung gebracht. Aber wenn ich bedanke, daß im 15.Jahrhundert ein Philosoph zu diesem schöpferischen allumfassenden Ausspruch gekommen ist, dann frage ich mich, warum keiner der Philosophen aus der Antike diese Worte zum Ausdruck brachte, denn auch sie waren in Leitsätzen sehr schöpferisch. Nun gut, ich lasse Descartes die Freude, der Schöpfer dieser Worte gewesen zu sein.

Wenn wir bewußt denken, dann empfinden wir, daß wir da sind. Und wenn wir nicht denken, dann sind wir nicht da.

Wenn ich schlafe, dann denke ich auch, wenn auch nur im Unterbewußtsein, und vollziehe die Ergebnisse des Tages, also bearbeite ich die Erlebnisse und sortiere sie. Um das zu können muß ich denken, denn ohne das Denken geht es nicht. Wenn ich denke, dann bin ich.

Das heißt, nur wenn ich lebe, dann bin ich, und wenn ich denke, dann lebe ich. Das bedeutet, daß nur Lebendiges denken kann, weil es lebt und da ist. Totes kann nicht denken und es ist nicht da.

Wenn das, was da ist, denken kann, dann kann auch Materie, die da ist, denken. Also ist die Materie nicht tot, sondern sie lebt.

Jetzt denkt ihr wohl, der Dschingis hat eine Sparren los, wenn nicht sogar zwei. Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann gehen die Worte „ich denke also bin ich“ in das Unendliche, so auf den ersten Blick, aber es geht nicht ins Unendliche, weil mein Leben endlich ist, denn was nach meinem Ableben kommt, ist für mich ungewiß.

So ist mein Denken auf mein Jetzt bezogen, damit ist es begrenzt, so wie ich auch nur begrenzt lebe.

Der Ausspruch „ich denke also bin ich“ war nur auf den Menschen bezogen, nicht auf das, was wir in der Zwischenzeit wissen, wenn wir es wirklich wissen, auch auf andere Tier- und Pflanzenarten sowie auf die Materie.

Die dunkle Materie, die im Universum verhanden ist, müßte auch denken, denn sie ist auch schöpferisch tätig, den sie ist bei der Schaffung von Sternen und Planeten behilflich.

Was genau die dunkle Materie ist, darüber gibt es wenige Hinweise. Aber meine Phantasie reicht aus, um zu denken, sie ist die Wiege des Lebens, das in unserem Universum mit dem Urknall entstand, so auch die dunkle Materie.

Bei nächsten Mal komme ich auf eine andere Idee, aber diese mit dem Urknall gefällt mir

Als vor 15 bis 17 Milliarden hat es Bumm gemacht, die Materie entstand, hatte erst eine graue leicht durchschimmernde Farbe, die die Morgendämmerung, blieb auch so, aber aus ihr bildete sich das Leben, auf jeden Fall die Grundlagen des Lebens.

Da ist es der dunklen Materie plötzlich eingefallen „ich denke also bin ich“, großartig, wie ich auf etwas komme, denn je häufiger man sich mit der Philosophie, aber auch mit der Naturwissenschaft beschäftigt, hat man so eigenartige Einfälle, die vor einigen hundert Jahren auf den Scheiterhaufen geführt hätten, und in den späteren Jahrhunderten in die La-La-Ranch.

Aber auch unsere Vorfahren und meine lieben Verwandten, die wir heute Neandertaler nennen, die selbst nannten sich Mammutjäger, oder die Mammutbezwinger oder Höhlenbärenklopfer, haben gedacht, und sie waren auch da.

Das heißt, sie haben wohl nicht die Worte ausgesprochen „ich denke also bin ich“, aber bestimmt in ihrer eigenen Art und Weise, vielleicht in neandertalisch, was weiß ich.

Denke, wem denken gegeben, sonst macht er etwas anderes.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

Merkt ihr was, ich gehe wieder zur Klein- und Großschreibung über, nach dem sich Sokrates über meine Kleinschreibung ärgerte, obwohl er selbst nie schreiben und lesen konnte.


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