Samstag, 26. Mai 2007

Himmel und Hölle

Beide Begriffe sind eigentlich uralt, denn sie symbolisieren das „Gute“ und das „Böse“. Unsere Vorfahren, die sich schon mit dem Menschen und seinem Verhalten beschäftigten, haben geahnt, daß der Mensch aus guten und schlechten (bösen) Eigenschaften besteht.

Nur die Natur unterscheidet nicht zwischen „Gut“ und „Böse“, denn sie kennt diese Eigenschaften nicht, denn ihr geht es um die Arterhaltung und das Überleben einer Art, wenn nicht, dann löscht sie die Art aus und entwickelt eine neue.

Nur wir Menschen bedürfen diese Unterscheidung zwischen „gut“ und „böse“, um eine Bewertung vorzunehmen.

In der Antike lebten die Götter in den Himmelsphären und die Toten in der Unterwelt, aber eigentlich kamen alle Menschen nach ihrem Tode in die Unterwelt.

Die nachfolgenden Religionen machten einen Unterschied, d.h. die guten Menschen kamen in den Himmel und die schlechten oder bösen Menschen in die Hölle.

Der Himmel war oder ist auch heute noch licht und weit, also ein idealer Platz für das Gute. Die Erde ist dunkel und kalt, damit ist sie für den Platz der Hölle geeignet.

Ich kann nur vom christlichen Glauben ausgehen, so ist nach diesem Glauben, der Himmel das reinste Paradies, aber auch im Islam soll es so sein, kein Wunder, wenn Mohamed als Religionsbegründer Teile aus dem hebräischen und christlichen Glauben sowie aus den anderen Glaubensrichtungen, die es auf der arabischen Halbinsel gab, zu einer anderen Glaubensrichtungen zusammenschweißte. Obwohl, wie in allen Glaubensrichtungen, wurde im Laufe der jahrhunderte auch im Islam sehr viel verfälscht, d.h. hinzugefügt oder gestrichen, schade.

Ich persönlich sehe in allen Religiönen nur philosophische Ansätze für eine philosophische Richtung.

Zurück zum eigentlichen Thema. So wie ich es schon geschildert habe, ist es im Himmel schön, aber dort soll man gleich zu Arbeiten herangezogen werden, wie Hosianna siegen oder Frohlocken, und das denn ganzen Tag, nur zwischendurch bekommt man etwas Manna, d.h. sowiel wie in den Klöstern: „Bete und Arbeite“. Daran erkennt man schon, daß es mit der Ruhe als Toter vorbei ist.

In der Hölle soll es ein Fegefeuer geben, aber für die, die zu Lebzeiten verheiratet waren, hatten da schon ihr Fegefeuer, außer wenn sie in den Himmel kommen, aber dort müssen sie wieder arbeiten.

Scheinbar benötigt der Mensch, besonders in der Endphase seines Lebens, irgendwelche Richtlinie, um danach leben zu können.

Solange wir nicht wissen, was nach dem Tode auf uns zukommt, klammern wir uns an der Hoffnung fest, daß die guten Menschen in den Himmel kommen und die schlechten Menschen in die Hölle.

Ich kam mich gedanklich hin- und herdrehen, wie ich will, aber zu einem greifbaren Ergebnis, werde ich nicht kommen, d.h.ich werde eigentlich im Ungewissen leben müssen, wenn ich es möchte, aber mir ist es egal, denn nach dem Tode vergammelt mein Körper, außer ich lasse mich verbrennen, dann kann meine Asche wenigstens in der Eieruhr schaffen.

Was und wenn wir nach unserem Tode wieder antreffen oder nicht, davon kann uns keiner berichten, weil noch niemand von dort zurückgekehrt ist.

Die Natur hat ihre eigenen Gesetze sowie das Universum auch. Wir haben uns als Menschen auf diesem Planeten entwickelt, aber wir werden eines Tages spurlos verschwinden, nur die Illusion wird dann den Planeten Erde umkreisen, mehr nicht.

Aber ich bin keine Unmensch, wie es manche behaupten, aber wiederum andere behaupten, ich wäre tolerant, was bin ich, tolerant oder intolerant? Sagen wir ich bin beides, sowie alle Menschen.

Das Leben kann für Menschen die Hölle sein, aber der Tod der Himmel, vielleicht muß man es auch einmal so herum sehen.

Solange der Mensch jung und gesund ist, glaubt er, er lebt im Himmel. Aber das Teuflische ist das, was in uns im Laufe unseres Lebens vorsichgeht, nämlich das Altern. Für die meisten Menschen ist das Altern heute eine schwere Bürde und so etwas wie die Hölle, aber bringt das Altern nicht die Schönheiten der Erinnerungen mit sich und auch die enorme Lebenserfahrung?

Ich finde das Altern schön, auch wenn es im Körper zwickt und beißt, dann nimm Klosterfrau Melissengeist. Jetzt hat man viel Zeit, um neue Streiche auszudenken, aber nur auszudenken, aber auch die Ausführung der Streiche geschieht nur noch gedanklich.

Himmel und Hölle sind vergessen, denn was kommt, das ist die Tatsache, das Lebensende, daran kommt keiner vorbei, ob arm oder reich, dumm oder schlau.

Ich wünsche Euch allen, einen schönen Tag, besonders den Diensten die private Computer illegal oneline durchsuchen, laßt euch nicht stören.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“


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