Mittwoch, 2. Mai 2007

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist ein „Begriff“, den wir Menschen geschaffen haben, um uns in einer Gemeinschaft orientieren zu können. Wir Menschen schaffen uns immer Begriffe, um an diesen Begriffen das gesellschaftliche Leben zu binden, weil es ohne diese Bindung im Miteinanderleben nicht geht. Je mehr Menschen es gibt, umso komplizierter wird das Zusammenleben, umso mehr Gesetze benötigt man, um ein Zusammenleben zu ordnen.

Gerehtigkeit stammt aus dem Begriff „Recht“, denn wer Recht hat, dem wird Gerechtigkeit widerfahren. Na ja, wenn es die anderen wollen.

Eigentlich ist Gerechtigkeit, genauso wie das Recht, eine Auslegungssache, es wird so ausgelegt, daß der, der die Macht in einer Gemeinschaft besitzt, immer Recht bekommt, also ihm wird Gerechtigkeit widerfahren.

Die Gerechtigkeit richtet sich in ihrer Auslegung nach den gegebenen Gesetzen.

Man sagt aber auch, es gibt ein natürliches Recht. Aber nach einem längeren Überlegen, sage ich mir, wo ist das natürliche Recht, und wer hat dieses natürliche Recht festgelegt.

In der Natur, wenn es ein Recht geben sollte, dann ist es das Recht des Stärkeren, d.h. aus dem natürlichen Gleichgewicht entsteht ein Recht, daß ein Tierart die andere auf seine Speisekarte hat, um ein Gleichgewicht in der Natur herzustellen.

Aber dieses Recht des Stärkeren ist ein Gebilde des Menschen, um sein eigenes Handeln und das Handeln von anderen Tierarten in der Natur besser darstellen zu können bezw. besserverstehen zu können, die meisten Menschen verstehen es trotzdem nicht, und wenn sie das Argument, das Recht steht auf Seiten des Stärkeren, dann könen sie damit nichts anfangen.

Bei unseren Vorfahren, einschließlich der Neandertaler, hatte wirdklich der Stärkere mehr Rechte in der Gruppe als der Schwächere. Der Stärkere war von der Körperkraft oft des Bessere, aber auch in der Beschaffung von Nahrungsmitteln.

In der Jagdtechnik war derjenige der Bessere, der mehr Verstand hatte, und das konnte auch der körperlich Schwächere haben.

In dieser Zeit gab es wohl mehr Gerechtigkeit in der Verteilung der Nahrung, obwohl die Männer mehr bekamen, weil sie gleichzeitig auch die Jäger und Beschaffer von Nahrung waren, aber auch die Frauen sammelten Nahrung, und gleichzeitig sorgten sie für Bekleidung, Versorgung und Erziehung der Kinder und für alles andere, wozu die Männer zu dumm waren. Ob die Männer wirklich die Besseren waren, das muß man heute bezweifeln, denn sie haben den Sinn für Gerechtigkeit zu Fall gebracht, durch Machtspiele in Form von Eroberungen und allem, was damit zusammenhängt wie Menschen abschlachten.

Da jeder Mensch nur zu seinem Vorteil handelt, kann es keine objektive gerechtigkeit geben, sondern nur eine subjektive, genau so wenig wie es eine Objektivität gibt, sondern nur eine Subjektivität, weil der Mensch alles nur auf sich, auf seine Person bezieht.

Aber was hat jetzt der Begriff „Gerechtigkeit“ hier zu tun, gar nichts, weil es keine Gerechtigkeit als solche geben kann, denn dieser Begriff ist abstrakt, weil er nur subjektiv anzuwenden ist, d.h. wenn einer mächtiger ist als der andere, dann bekommt nur derjenige Recht, der mächtiger ist, also wird ihm Gerechtigkeit widerfahren.

Das ganze Getue um Gerechtigkeit kann man eigentlich hingestellt lassen, denn es gibt wirklich keine Gerechtigkeit. Man sagt allgemein, nur der Tod sei gerecht, weil er Arme und Reiche gleichermaßen zu sich holt, dabei geht es aber nur, um die materiellen Güter, aber subjektiv, wenn Eltern durch den Tod ihres von ihnen so geliebten Kindes geht, dann ist für sie der Tod ungerecht.

Also ist der Begriff „Gerechtigkeit“ wirklich nur subjektiv zu betrachten. Acuh wenn manche Politiker bezw. Staatsmänner von einem „gerechten Krieg“ sprechen, dann denken sie nur subjektiv an eine Eroberung von einem anderen Volk, und das nur aus wirtschaftlichen Interesse oder im Interesse der Macht.

Auch hier wird die Gerechtigkeit dazu benutzt, um sich subjektive Vorteile zu beschaffen. Es gibt keine kollektive Gerechtigkeit, so daß man sagen, Gerechtigkeit ist für alle da, weil es den objektiven Begriff „Gerechtigkeit“ nicht wirklich gibt, es ist nur ein abstrakter Begriff, der ohne Inhalt ist.

Also für mich persönlich gibt es keine Gerechtigkeit, damit sehe ich diesen Begriff subjektiv mit einer negativen Färbung, obwohl der Begriff „negativ“ abstrakt ist, aber subjektiv ausgelegt wird, sowie ich es gemacht habe.

Wenn ihr mich fragen solltet „was ist überhaupt Gerechtigkeit“, ich würde nur antworten, „eine hohle Phrase, die keine Bedeutung für die Natur, in der wir leben, hat“. Ich halte mich nicht mehr an diesen abstrakten Begriffen auf und sagte mir nur, wenn mir einer an das Bein pinkelt, dann pinkel ich zurück.

In der Bibel, das erste Gesetzbuch, das bis heute im Christentum noch seine Gültigkeit hat, steht Auge um Auge und Zahn um Zahn. So wird auch heute, auch in unserer Zivilisation, gehandelt, wenn auch mit feineren Mitteln, wie Gerichtsprozesse, deren Ausgang oft eigenartig ist.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

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