Freitag, 13. April 2007

Traumdeutung

Was sind eigentlich Träume, und warum versucht man sie zu deuten? Aber was besagt die Deutung eines Traumes? Um etws zu deuten, muß man die Grundsubstanz des Zudeutenden kennen, oder wenigstens annähernd.

Man muß davon ausgehen, daß jedes Lebewesen träumt, und aus diesem Grunde sind Träume für diese Lebewesen von Bedeutung. Denn in diesen Träumen wird das bewußt Erlebte noch einmal verarbeitet, und das bedeutet einen Abbau von Streßelementen.

Das Erlebte wird in den Trämen nicht rational wiedergegeben sondern irrational, so daß die Trämenden in der Wachphase mit den Träumen nichts anfangen können.

Die Träume sehen aus wie ein Flickenteppich von vielen Bilder, die durcheinander gezeigt werden, so daß der Traum keine logische Abfolge von Bildern darstellt.

Auch unsere Vorfahren haben geträumt, aber konnten diese Träume nicht deuten, oder wollten es auch nicht.

Dann gab es einige Menschen, die versuchten aus den Träumen anderer Kapital zu schlagen, sie ließen sich die Träume erzählen und deuteten dann die Träume. Bei diesen Traumdeutungen nahm man die Naturgeister und Dämonen in Ansprcuh, um bei den anderen Menschen der Horde, Eindruck zu schinden.

Dann stellte auch der Schamane, so will ich einaml den Traumdeuter nennen, die Verbindung des Träumenden zu seinen toten Vorfahren her, also zur Geisterwelt der Verstorbenen.

Somit wurde die Traumdeutung zu einem florierenden Geschäft, aber nur für den Schamanen und seinen Gehilfen.

Die Traumdeutung wurde auf alles Mögliche ausgedehnt. Wenn man etwas träumte, was man nicht so einordnen konnte, sah der Schamane in diesem Traum etwas Negatives oder Positives, je nach Machtstellung des Träumenden war die Aussage des Traumes positiv, wenn er negativ war, dann rollte oft der Kopf des Traumdeuters.

Bei der Deutung von Träumen schuf man bestimmte Mechanismen, die nur ein Traumdeuter kannte, und diese wurden in einer Geheimsprache geäußert.

Da man heute die Hirntätigkeit elektronisch messen kann, kann man auch, ich nehme es an, den Traum messen, d.h.die Aktivitäten in der Traumphase. Was der Betreffende träumt, wird man nicht messen können, sondern man muß sich auf seine Angaben zu den Trauminhalten verlassen.

Also sind die Trauminhalte von einer entsprechenden Interpretation abhängig, aber gleichzeitig frage ich mich, wie kann man einen Trauminhalt wahrheitsgemäß interpretieren, obwohl der Begriff „Interpretation“ den Inhalt eines Gegenstandes nicht wahrheitsgemäß wiedergegeben kann, denn eine Interpretation ist eine Auslegungssache, d.h. eigentlich wird die subjektive Meinung des Interpretierenden dargelegt.

Also ist die Traumdeutung doch nicht viel mehr als eine Auslegung desjenigen, der den Traum deutet, mehr auch nicht, und dafür kann man auch noch Geld verdienen, ich habe den falschen Beruf ergriffen.

Ohne hier eine Traumdeutung abzugeben, bin auch ich der derzeitigen Meinung der Wissenschaft, daß Träume ein Blitzableiter für erlebten Stress darstellen. Man durchlebt die im Wachzustand erlebten Erlebnisse noch einmal, um die Erlebnisse abzuspeichern bezw. den Stress abzubauen, um für den nächsten Tag wieder gewappnet zu sein.

Träume schützen uns vor schwierigen Lebenssituationen, weil sie die Anspannung im Bewußt- und Unterbewußtsein abbauen. Menschen die angeblich keine Träume haben, gibt es nicht. Die Natur hat dem Menschen, aber auch den anderen Tierarten die Möglichkeit gegeben, zu träumen.

Sich an die Träume beim Aufwachen zu erinnern, ist die Fähigkeit der Sensibilität des Menschen. Weil wir in der Stärke der Sensibiltät unterschiedlich sind, so ist auch das Erinnerungsvermögen an das Geträumte unterschiedlich. Aber träumen tun wir alle.

Ob ein Trauminhalt etwas über die Zukunft des Träumenden aussagt, das sei jetzt dahingestellt. Es kann möglich sein, daß nach einem Traum etwas im Leben des Träumenden eintritt, was er angeblich vorher in seinen Träumen gesehen hatte. Ich lasse es mit vielen Fragezeichen ???????????stehen.

Ich bin keine Traumdeuter und werde auch keiner werden, obwohl mich oft die eigenen Träume interessieren, und ich darüber nachdenke, wahrscheinlich mehr aus Spaß.

Ob Träume Schäume sind, das bezweifel ich, denn wie ich schon oben anführte, sind Träume der Blitzableiter für erlebten Stress.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“


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