Mittwoch, 11. April 2007

Leben nach dem Tode

Wir schufen uns Religionen, und wir glaubten an Wesen, die unser Leben hier auf diesem Planeten schufen, und unser Leben auch nehmen, immer wenn sie es für richtig hielten. Von den vielen Götter kamen wir im Laufe unserer Entwicklung zu einem Gott, aber immer gingen wir in der gestaltung der Götter oder des einen Gottes von unseren Vorstellungen aus.

Schon unsere Vorfahren machten sich über das Phänomen „Tod“ Gedanken und versuchten gedanklich, dieses Phänomen zu erfassen. Sie fragten sich, wohin gehen wir nach dem Tode, und was passiert mit uns, wenn wir gestorben sind?

Auch unsere Vorfahren erkannten sehr schnell, daß der Körper eines Verstorbenen nach einer gewissen Zeit verwest, als bleibt der Körper nach dem Tode nicht erhalten, aber was passiert wirklich nach dem Tod mit uns?

In dieser Frage hilft eigentlich nur der Glaube. Im Glauben kann man alles hineininterpretieren, was man will, nur es muß einigermaßen glaubwürdig erscheinen, die Gläubigen müssen es glauben.

Unsere Vorfahren beerdigten, außer wenn sie die Toten verspeisten, die Toten nach bestimmten Riten. Sie gaben dem Toten seinen Schmuck, seine Waffen und etwas zu essen mit, damit er auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe nicht verhungert. Die Waffen waren für die Jagd in der anderen Welt. Der Schmuck wurde hauptlichsächlich den Frauen mitgegeben, damit sie in der anderen Welt sich kunstvoll schmücken konnten.

Also gab es für unsere Vorfahren schon der Glaube „an ein Leben nach dem Tode“. Das leben nach dem Tode fand in einer anderen Welt stand, also im Jenseits, so nannten sie es, aber nie kam einer dieser Toten zu ihnen zurück, um zu erzählen, wie es in der anderen aussieht. Aber die Lebenden stellten sich das Jenseits so vor, wie die Welt, in der sie jetzt leben, mit dem Unterschied, daß die anderen tot sind.

Die Germanen sprachen von Walhalla, dorthin wo die hinkamen, die in einem Kampf zu Tode gekommen waren, und die saßen dann an der Tafel mit den Götter, wie Odin, Thor und wie sie sonst noch hießen. Dafür war es für den Germanen sehr wichtig, im Kampf getötet zu werden, um damit als Held zu gelten, um an der Tafel der Götter zu sitzen. Wer sich das ausgedacht hatte, mußte schon damals an einer Profilneurose gelitten haben. Die Geschichten aus diesen Sagen, sind eine nette Unterhaltungsliteratur, aber wenn ich sie lese, bekomme ich schon unter dem Lesen Sodbrennen.

Die Griechen hatten auch ihre Götterwelt, die der eigenen Welt, der menschlichen, sehr ähnlich war. Auch die Lebensweisen der Götter entsprach der menschlichen, mit der Ausnahme, daß die Götter unsterblich waren. Die Verstorbenen kamen in die Unterwelt und ihnen wurden dort die Leviten gelesen. In der Unterwelt kamen die Erziehungstechniken der Lebendigen zum Tragen, denn wer böse ist, bekommt seine Strafe.

Im der jüdischen Religion weiß ich nicht, ob es ein Jenseits gibt. Dort wird alles zu Lebzeiten geregelt, so nehme ich es an. Da die christliche Religion sich aus der jüdischen entwickelt hat, muß man anfangs davon ausgegangen sein, daß Gott alles zu Lebzeiten der Gläubigen regelt, auch mit den Strafen. Aber im Laufe der 2000 Jahre hat sich auch im Christentum etwas entwickelt, was besagt, daß es ein Leben nach dem Tode gibt, und das Leben jetzt, in dieser Welt, nur eine Prüfung für den Gläubigen ist, er aber im Jenseits bestraft oder gelobt wird.

Der Islam hat sich aus der jüdischen und christlichen Religion netwicklung und trägt im Prinzig bezw. vom Inhalt her, die gleichen Merkmale wie die beiden anderen Religionen.

Alle Religionen tragen die Merkmale von Bestrafen und Loben in sich, sowie auch die Menschen in der Erziehung ihrer Kinder bestrafen und loben, oder wenn Menschen gegen die Regeln, auch Gesetze, der Gemeinschaft verstoßen, bestraft werden.

Alle Religionen gehen davon aus, daß es ein Leben nach dem Tode gibt. Es ist aber eine Sehnsucht des Menschen, daß mit der Ereignis des Todes nicht das Leben endgültig vorbei ist, sondern er weiterlebt, in einer anderen Welt und in einer anderen Form, wissen tut es keiner, aber glauben tut es jeder.

Es ist die Angst vor der Tatsache der Todes, etwas zu glauben, was nicht da ist.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“


Keine Kommentare: