Montag, 2. April 2007

Glaubensgemeinschaft

Stellen wir uns ganz dumm und fragen:“Was ist eine Glaubensgemeinschaft?“
Eine Glaubensgemeinschaft ist eine Gemeinschaft von Menschen, die einen Glauben haben und sich zu ihrem Schutz zusammenschließen.
In einer Glaubensgemeinschaft werden nur die Richtlinie bezw. Gesetze vertreten, die von den Oberen dieser Gemeinschaft für die Gemeinschaft erstellt werden, meistens sind es Gesetze, die sehr eng gefaßt sind und keinerlei Interpretation zulassen, um keine Opposition in dieser Gemeinschaft entstehen zu lassen.
Die Mitglieder dieser Gemeinschaften glauben nur an einen Gott, dem sie huldigen und dessen Wort, das von Menschen selbst geprägt worden ist, für sie Gesetz ist, denn oft, lassen sie keine anderen Gesetze gelten und lehnen staatliche Gesetze sehr oft ab.
Diese Glaubensgemeinschaften werden von den beiden christlichen Konfessionen als Sekten bezeichnet und von diesen rigeros abgelehnt, auch wenn viele Sekten sich an den christlichen Glauben halten, leben diesen aber intensiver aus, und halten sich meistens an das Wort in der Bibel und leben streng danach.
Sie grenzen sich meistens von dem übrigen Teil der Bevölkerung ab, um sich nicht in die Karten hineinschauen zu lassen. Freidenker werden von diesen Glaubensgemeinschaften gemieden, sowie der Teufel das Weihwasser oder der Vampier den Knoblauch meidet.
Die Glaubensgemeinschaften können mit dem freien Willen von Freidenker nichts anfangen, weil die Mitglieder dieser Gemeinschaften nur an den ihnen vorgegeben Gesetzen festhalten. Wenn sie sich einmal von diesen Gesetzen lösen, dann stürzen sie in einen Wirrwarr von Gedanken, dem sie machtlos gegenüber stehen, weil sie mit diesen Gedanken des freien Willens nichts anfangen können.
Daraus ergibt sich das Produkt, der Unterdrückung und Versklavung der Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaften, sie sind nicht mehr frei, und wenn sie sich einmal aus diesen Glaubensgemeinschaften lösen, dann geraten sie meistens wieder in eine Abhängigkeit.
Ein eigenständiges Leben nach den Gesetzen menschlichen Zusammenlebens ist für diese Menschen nicht möglich, weil sie nicht gelernt haben, alles in diesem Leben zu hinterfragen, Kritik zu üben und eine eigene Meinung zu bilden.
Kritik in diesen Glaubensgemeinschaften oder das Hinterfragen von Glaubensgrundsätzen ist für die Führenden einer derartigen Gemeinschaft ein Verbrechen, obwohl, warum soll die Kritik ein Verbrechen sein?
Die Glaubensgemeinschaften ist ein sammelbecken für die Einsamen und Ängstlichen, die einen Schutz suchen, gegen die Gefahren des Lebens. Früher wären diese Menschen von Wölfen und Bären gefressen worden, heute bekommen sie Schutz durch diese Gemeinschaften.
Schlimmer noch ist, wenn man furchtsamen Menschen Schuldgefühle einredet, um diese dann zu zwingen, in die betreffende Glaubensgemeinschaft einzutreten. Und bist du einmal drin, dann kommst du nur schwer wieder raus.
Das Verlassen einer Glaubensgemeinschaft zieht immer erhebliche Konsquenzen nach sich, aber nur für den, der die Glaubensgemeinschaft verlässt. Entweder man verachtet oder bedroht ihn, damit er ein Schuldgefühl gegenüber dieser Glaubensgemeinschaft bekommt, und reumütig wieder zurückkehrt.
Die Glaubensgemeinschaften können nur dann fortbestehen, wenn sie Druck auf ihre Mitglieder ausüben,weil ein Mitgliederschwund einen Kapitalschwund in der Kasse der Glaubensgemeinschaft mitsichbringt.
In einer Glaubensgemeinschaft überwiegen die Pflichten, Rechte haben die Mitglieder kaum, und wenn, dann sind auch versteckte Pflichten.
In einer Glaubensgemeinschaft gibt es ausschließlich das Wörtchen „muß“ oder die beiden Worte „du mußt“.
Diese Gemeinschaften sind Zwangsgemeinschaften, die keine Raum für die Entwicklung der Persönlichkeit zulassen, denn derartige Entwicklungen sind für die Gemeinschaften, ein Werk des Teufels.
Die Glaubensgemeinschaften sind Wirtschaftsunternehmen, deren Führung nur von einigen wenigen Mitglieder getätigt wird. Das eingebrachte Kapital wird ausschließlich von der Führungsriege dieser Gemeinschaften verwaltet, d.h.das Kapital fließ in die Taschen der einzelnen Mitglieder dieser Führungsriege, die anderen Mitglieder gehen natürlich leer aus.
Doch ich will tolerant bleiben, so wie auch Fritz der Große, der meinte, daß jeder nach seiner Fasion selig werden sollte, und das möchte ich auch sagen.
„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“

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