Dienstag, 6. März 2007

Geister

Was versteht man unter dem Wort „Geister“? Ist ein Begriff für eine reale Erscheinung oder nur für eine Fantasiegestalt? Gibt es wirklich Geister oder fantasieren sich Menschen etwas zusammen? Mir ist noch keine Geist erschienen, aber eine Geistergeschichte kann ich mir auch zusammen-fantasieren.

Kehren wir wieder zurück zu den Geistern. Man sagt, dass Geister aus den Seelen der Toten entstehen und uns in bestimmten Situationen auch erscheinen können. Ich denke an die Geschichten mit den weißen Frauen in Schlössern oder Burgen. Ich selbst habe so etws noch nicht gesehen, aber Geister in weißen Bettlaken habe ich schon erlebt, es war lustig, wie der Geist nach unserem Zusammentreffen rumgesprungen ist und sehr menschlich geflucht hat und abgehauen ist.

Geister soll man auch rufen können, die dann auch erscheinen und angeblich dann sehr böse sind, weil man sie in ihrer Bettruhe gestört hat, vielleicht hatte der Geist vorher etwas schönes geträumt. Sie sollen als nebelhafte Erscheinungen auftreten. Möglich ist es schon, wenn der Nebel über den friedhof streicht und Grabsteine und Bäume und Sträucher einhüllt, dass man dann auch Gestalten oder Formen sieht, die aussehen wie gerade aus dem Sarg auferstandene Tote.

Ich habe eigentlich noch nie gehört, dass es Geister gibt, die als Knochengerüste erscheinen, wenn, dann ist so etwas nur als Schabernack von Medizinstudenten zu verstehen.

Manche Menschen behaupten, dass Geister in der Gestalt erscheinen, die sie zu Lebzeiten hatten, möglich ist es oder auch nicht.

Wenn man Erscheinungen wahrnimmt, dann ist es nur eine Sinnestäuschung, d.h. unser Gehirn macht uns, zusammen mit dem Gehirn etwas vor, und wir fallen darauf herein.

Geistergeschichten ziehen oft eine wunderbare Unterhaltung nach sich, ich kenne es. Wenn man mit Menschen zusammensitzt und über Geister spricht, und jemand ist in der Runde, der gute Geschichten erzählt, oh macht das Spaß.

Ich habe schon so mit zehn Jahren erfundene Geschichten erzählt, wenn ich auf meine beiden Stiefschwestern aufpassen mußte. Oft waren die Geschichten so angepasst, das sie zur Witterung paßten und dann waren es Geschichten, die so gut bei meinen Geschwistern ankamen, dass sie in die Hosen machten. Meine Mutter verhaute mich am nächsten tag, aber es machte mir nichts aus, denn den Spaß hatte ich gehabt.

Wir lebten damals, es war nach dem 2.Weltkrieg, in einem ehemaligen Arbeitsdienstlager. Es war ein Barackenlager in Nordfriesland. Wenn ein Gewitter aufzog, begleitet mit Sturm und, so meinte man, die Baracke würde wegfliegen. Ich erzählte dann Geschichten vom Klabautermann, und sagte ihnen, dass der Klabautermann in der Ecke sitzen und grinsen würde. Oder rief:“Haltet euch fest, wir fliegen gleich.“ Das hatte zur Folge, dass es am nächsten Tag wieder Prügel gab, aber ich hatte meinen Spaß gehabt.

So leicht ist es, Menschen alles Mögliche vorzumachen, besonders dann, wenn sie abergläubig und ängstlich sind.

Ich kenne noch die Geschichten von alten Seemännern, die noch auf Segelschiffen zur See fuhren. Die erzählten Geschichten, was meistens Seemannsgarn genannt wurde, um billig zu Rum zu kommen. So auch die Geschichte vom „Fliegenden Holländer“.

Es ist eine schöne Geschichte, aber auch gut zusammengesponnen, darum auch Seemannsgarn.

Oder die Geschichten von Poltergeister, was eine ganz natürliche Ursache hat. Was man hören oder sehen will, das hört man oder sieht man auch.

In Bezug auf den Geistergeschichten ist der Fantasie freie Entfaltung gegeben. Kann man Geister wissenschaftlich beweisen, ich weiß es nicht, auch wenn Wissenschaftlicher es angeblich bewiesen haben, bleibt bei mir das kritische Denken über Geistererscheinungen im Vordergrund.

Vielleicht bin ich auch ein wenig zu kritisch, aber wenn ich selbst in der Lage bin, über angebliche Erlebnisse mit Geistern zu erzählen, wie viele andere machen es auch. Aber es bleibt immer nur bei Geschichten, über die man lachen kann.

Nichts für ungut meine lieben Geisterfreundinnen und -freunde, aber macht eure Geistergeschichten weiter.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, das ich nichts weiß“



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