Donnerstag, 29. März 2007

Glaube

Allgemein sagt man: „Glauben heißt, nicht wissen.“ Wenn ich sage, glaube mir, dann bedeutet es so viel wie, ich weiß es nicht, also ist es eine Aussage, die auf Wahrheit oder Unwahrheit basieren kann.

Im grunde genommen ist jeder Glaube ein Hinweis darauf, daß man an etwas glaubt, aber weiß nicht, ob dieses Etwas, an das man glaubt, überhaupt Wirklichkeit ist.

Das Leben ist real, denn wir wissen es. Wenn ich aber anfange zu blödel, kann ich auch sagen, daß das Leben nur ein Traum ist. Dann ich glaube ich es, aber kann es nicht beweisen, daß es das wirkliche Leben ist.

Glauben kann man alles, solange man das, was man glaubt, nicht beweisen muß.

Wenn ich vor Gericht stehe, hier als Zeuge, denn der Angeklagte darf lügen, bis sich die Balken biegen, dann muß ich bei meiner Aussage nur an Tatsachen halten. Die Aussage, ich glaube den Angeklagten gesehen zu haben, ist keine wahrheitsgemäße Aussage und kann vom Gericht als solche nicht bewertet werden.

Der Glaube spielt bei uns Menschen eine große Rolle, bei manchen Menschen ist der Glaube Lebensinhalt. Ob die anderen Tierarten auch einen Glauben haben, das weiß ich nicht, also kann ich hier glauben, weil ich es nicht weiß.

Weiter zum Glauben bei den Menschen. Unsere Vorfahren glauben an Geister und Dämonen, die die Natur beherrschten. Sie richteten sich nach die Naturgeister und huldigten ihnen auch, besonders dann, wenn ein Nahrungsmangel bestand, oder eine Jagd erfolgreich verlaufen sollte.

Dann schuf man Götter, wie in der Antike oder wie vorher im Euphratgebiet oder Ägypten, wo auch Menschen zur Göttern erhoben und verehrt wurden.

Die Völker in Europa hatten auch ihre Götter und damit den Glauben, daß es etwas gibt, was über den Menschen steht, denn der Mensch ist scheinbar nicht das Maß aller Dinge.

Die zwölf Stämme Israels stellten jetzt nur einen Gott an die Spitze, der sehr menschliche Züge hatte, na ja kein Wunder, wenn er von Menchen spirituell geschaffen wurde. Auf dieses unsichtbare Wesen wurde jetzt alles abgewälzt, außer, wenn es dem Menschen gut ging, dann benötigte man keinen Gott.

Aus diesem hebräischen Glauben entstand das Christentum, auch im Christentum wird ein Gott an die Spitze gestellt, so auch im Islam, den Mohamed aus dem hebräischen und christlichen Glauben entwickelte.

Wenn ich sage, ich glaube an Gott, dann glaube ich nur daran, aber ich weiß es nicht, ob es ihn überhaupt gibt.

Der Glaube ist nur dann ein Vorteil, wenn man allen Ärger auf etwas abreagieren kann, der nicht anwesend ist, und nicht mit der Keule, einem die Erinnerung zurückgibt, daß er doch da ist.

Ich selbst sehe im Glauben nur ein Hilfsmittel zur Heilung des Körpers, denn wie man schon sagt, der Glaube versetzt Berge, im eigenen Körper kann er Krankheiten heilen. Diese Heilungen werden dann auf irgendein Wesen geschoben, das da sein könnte oder auch nicht.

Häufig glauben wir, wenn wir Erscheinungen nicht deuten können, aber eine Erklärung für diese Erscheinungen müssen her. Einige erklären sich diese Erscheinungen als etwas Verständliches und Gegebenes, aber dann gibt auch Menschen, die versuchen, diese Erscheinungen wissenschaftlich zu erklären, indem sie viele Fachausdrücke aus dem Lateinischen oder Griechischen gebrauchen, die keineswegs als Erklärungen für diese Erscheinungen dienen können.

Ich selbst nehme die Erscheinungen hin, versuche diese für mich zu erklären, natürlich mit einer gewissen Portion an Logik, wenn ich diese nicht logisch nachvollziehen kann, dann ist diese Erlärung eine Erklärung, die ich in meinem Gehirn speicher, um sie irgendwann wieder hervorholen zu können.

Aber an etwas zu glauben, daran liegt mir, weil zuviel geglaubt wird, und man macht sich nicht einmal die Mühe, das, an was man gerade glaubt, einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, daß ich nichts weiß“


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