Mittwoch, 14. Februar 2007

Unsterblichkeit

Die Unsterblichkeit ist das Gegenteil von der Sterblichkeit, was man auch gedanklich erfassen kann. Die Sterblichkeit ist eine Tatsache und entspricht der Realität. Dazu die Unsterblichkeit, die keine Tatsache ist und somit in den Bereich der Illusionen fällt. Warum wollen Menschen unsterblich sein? Ist es die Euphorie der Jugend oder eines bisher bequemen Lebens? Der Wunsch, unsterblich zu sein, ist wohl bei den meisten Menschen vorhanden, aber mit dem Altern lässt der Wunsch sehr stark ab und schlägt in, sterblich zu sein.

Die Unsterblichkeit basiert als Wunsch auf einer Illusoin durch das Gehirn, denn dem Menschen wird das Gehirn vorgegauckelt, wie schön es sei, unsterblich zu sein, immer zu leben.

Das Zwischenstück des Lebens, zwischen Jugend und Alter ist geprägt mit Arbeit, versorgen einer Familie und Freizeitgestaltung. Auch hier schafft sich das Gehirn den Freiraum zu sagen, wie schön wäre es, unsterblich zu sein.

Realisiert der Mensch das Altern, das eine natürliche Folge im Leben ist, dann denkt er anders, bezw.er ist in einen Zwiespalt zwischen den noch Jungsein und dem Beginn des Alterns. Hier entscheidet es sich, ob der Gedanke an der Unsterblichkeit bleibt.

Der Wunsch nach Unsterblichkeit verfliegt, wenn man selbst spürt, dass der Körper durch altersbedingt Krankheiten geschwächt wird, oder auch durch die beginnende Vereinsamung.

Wie entsteht eigentlich der Wunsch nach „Unsterblichkeit“? Es ist eine Tätigkeit der Neuronen im Gehirn, die uns etwas vormachen, d.h. eine andere Welt zaubern, ohne Zwänge und mit viel Freude und Annehmlichkeiten.

Aus diesen Gedanken heraus entstand auch die Schöpfung von Göttern oder gottähnlichen Wesen, die die Eigenschaften ihrer Schöpfer hatten, vom Menschen. Die Götter waren unsterblich, so auch der Mensch.

Gibt es ein Wesen auf der Erde, das unsterblich ist? Ein Einzeller, der sich teilt, wäre relativ unsterblich, denn er ist trotz der Zellteilung noch am Leben, also unsterblich.

Hier entsteht bei mir das Halt-stopp. Die Zellteilung ist eine Geburt von zwei Lebewesen aus einem Lebewesen. Die beiden Lebewesen nehmen die Gene des Lebewesens mit, aus denen sie entstanden sind, also keine Unsterblichkeit.

Unsterblichkeit würde nach sich ziehen: keine Geburt, kein Leben und kein Altern. Wenn es keine Geburt eines Menschen gibt, dann gibt auch nicht den Menschen.

Die Unsterblichkeit ist und bleibt eine Illusion.

Man kann das Altern durch Medikament hinauszögern oder hinausschieben, aber nicht die Unsterblichkeit als solche schaffen.

Außerdem bezweifele ich,dass es ein gen gibt, das sogenannte Unsterblichkeits-Gen.

Unsterblich wäre die Seele des Menschen, wenn es sie gibt, denn wenn die Seele ein teil des Körpers ist, dann wäre sie im Körper gefangen, und müsste mit dem Körper mitsterben.

Also bleibt alles so wie es ist, wir sind alle nicht unsterblich, also leben wir.

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