Mittwoch, 28. Februar 2007

Religion

„Religion ist das Opium für das Volk“, so sagte es einmal Marx. Ob es ist stimmt, kann möglich sein, aber seine Weltanschauung, der Marxismus, war auch Opium für die Werktätigen, d.h.für die Arbeiter auf der ganzen Welt. Heute hat man zum Marxismus etwas Abstand gewonnen.

Religion ist eine Weltanschauung, die von Menschen gedanklich vorbereitet ist, um seinen Hang zum Mysterischen, Ausdruck zu verleihen.

Vom Verstand her, meint der Mensch, er sei der Überflieger, er stehe über alles, sogar über der Natur. Aber er braucht noch jemand, der ihn führt, der die oberste Instanz für ihn ist, und dem er alle Schuld zuweisen kann, wenn einmal im Leben etwas verkehrt gegangen ist.

Die Religion ist im Grundsatz philosophisch zu betrachten.

Gehen wir einmal gedanklich in die Zeit unserer Vorfahren, so um 30 000 Jahre zurück, man könnte auch etwas länger zurückgehen, sogar in den Zeitraum, als unsere lieben Neandertaler schon ihr Unwesen trieben, so wie dem Mammut ein Bein stellen, oder den Höhlenbären zu erschrecken.

Bleiben wir einmal bei unseren Vorfahren dem „Homo sapien sapien“, der sich schon Gedanken darüber machte „wer sind wir“oder „wo kommen wir her“ oder „wohin gehen wir“. Bei der Geburt eines Kindes dachte er nicht an das Kind als Vorspeise, nein, er dachte daran, „wo kommt wir her“, So in der Runde, am Abend oder wenn es draußen regnete, dachte er darüber nach „wer sind wir“, und wenn einer starb, dann dachte er „wohin gehen wir“, und gibt es ein Leben nach dem Tode.

Es waren eigentlich große Gedanken mit philosophischem Charakter. Und was schufen unsere Vorfahren, das erste Begräbnisinstitut, um ihre Dahingeschiedenen feierlich zu bestatten. Ich weiß nicht, ob sie ihre Toten verspeist haben.

Jetzt fragt man sich, was hat das alles mit Religion zu tun? Eigentlich sehr viel, denn die Fragen nach dem „Woher“ und „Wohin“ sind zuerst philosophischer Natur, aber werden dann über die Begräbisriten zu einer Religion, wenn man glaubt, dass es nach dem Tode ein Leben gibt. Religion, die ich als Philosophie betrachte, ist hier ein Glauben, weil man nicht weiss, was vor dem Tode war bezw.danach ist. Der Glaube ist die Religion, obwohl auch manches nur eine Frage von Glauben ist, d.h.man glaubt aber man weiss nichts.

Am Anfang schuf man Geister, sogenannte Naturgeister oder später dann auch Götter, denen man gewaltige Kräfte zusprach, also eine Kraft, die über die menschliche hinausging. Man glaubte an diese Geister, und schuf damit eine Religion. Die Geister waren unsichtbar, lebten in einer Welt, die für Lebende nicht erreichbar war.

Man ging einen Schritt weiter, und schuf Götter, die in ihrem Verhalten dem Menschen ähnelten, und prinzipiell, Produkte des Menschen waren.

Das israelische Volk schuf die Religion mit einem Gott, der für sie unerreichbar war, aber der im „Alten Testament“ sehr menschliche Züge hatte, und es wahrscheinlich auch heute noch hat.

Aus dieser Religion entwickelte sich die christliche Religion, die als Konkurrenz zur jüdischen etwas andere Inhalte hatte, um die Menschen zu beglücken. Ob es ein Glück war und ist, das sollte jeder für sich selbst beantworten.

Aus beiden Religionen entwickelte sich nach sechshundert Jahren der Islam, der nicht nur die Inhalte der jüdischen und christlichen Religion übernahm, sondern auch die Inhalte der sogenannten Naturreligionen, die auf der arabischen Halbinsel vorhanden waren.

Neben diesen Religionen, die monoistisch nur einen Gott anbeteten, kam noch eine Hauptreligion der Buddhismus hinzu, der keinen Gott an seine Spitze stellte, sondern den Menschen mehr in den Vordergrund rückte.

Alle Religionen sind Glaubenssätze, wie die Naturphilosophie oder auch Philosophie selbst, denn es ist schwer zu beweisen, dass das was der Glaube aussagt, auch wirklich existiert. Auch die exakten Wissenschaften haben Schwierigkeit das zu beweisen, was sie aussagen, denn Änderungen sind vorprogrammiert, wenn wir heute nur an die Stringtheorie denken.

Wir Menschen sollen die Natur und damit auch uns als existent betrachten, der Glaube an sich führt nur dann zu etwas, wenn man fest an sich selbst glaubt, weil ins uns selbst das ganze Universum vorhanden sich.

Aber lassen wir die Toleranz in jedem Gedankengang walten, denn nur so leben wir als Menschen glücklich auf diesem Erdenrund. Denken wir gleichzeitig daran, dass unsere Lebensspanne begrenzt ist, und auch dass wir als dominate Tiere einmal nicht mehr da sind, sowie die Dinosaurier.

Das Universum ist stetig im Wandel begriffen so auch die Evolution. So leben wir, so leben wir alle Tage.

„ich denke also bin ich“ und „ich weiß, das ich nichts weiß“

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